WKÖ-Präsidium beschließt Immobilien-Ausgliederung

Facility-Management-Profis optimieren Bewirtschaftung und Instandhaltung der Gebäude - Flächenoptimierung bringt effiziente Auslastung - Reduktion der Betriebskosten um 20 Prozent oder bis zu 600.000 Euro im Jahr

Wien (PWK622) - Am Mittwoch, dem 15. September 2004, beschloss das Präsidium der WKÖ einstimmig, als Werte- und Vermögensoptimierung die WKÖ-Immobilie im 4. Wiener Gemeindebezirk an die WKO Immobilienmanagement GmbH auszugliedern und dieser gleichzeitig das gesamte Facility Management zu übertragen. Diese Gesellschaft steht im alleinigen Besitz der WKÖ und der Wirtschaftskammer Burgenland, die ihre Immobilien ebenfalls einbringt. Die Finanzierung der Gesellschaft und des Kaufpreises sowie das gesamte Facility Management bzw. die Verantwortung für Baumaßnahmen erfolgt durch ein in einer EU-weiten Ausschreibung ermitteltes Bestbieter-Konsortium, bestehend insbesondere aus NÖ-Hypo, Österreichische Volksbanken und Siemens Gebäudemanagement. Das Konsortium stellt auch einen der Geschäftsführer der neuen GmbH. WKÖ-Generalsekretär Christian Domany:
"Weg von der Verwaltung - hin zum gezielten Management heißt die Devise der Ausgliederung. Gebäudeverwaltung gehört nicht zu den Kernkompetenzen der Wirtschaftskammer. Flächenoptimierung, gezieltes Immobilienmanagement, Ausschöpfung von Sparpotentialen bei den Betriebskosten - das alles wird in die Hände von Profis am Markt gelegt."

Einer der wichtigsten Vorteile dieser Immobilien-Ausgliederung ist eine Kostenreduktion im Gebäudebetrieb von jährlich 500.000 bis 600.000 Euro, was in etwa 20 Prozent der derzeitigen jährlichen Betriebs- und Instandhaltungskosten entspricht. So garantiert etwa ein Bonus-Malus-System eine vertraglich vereinbarte Kostenreduktion von 61.000 Euro allein bei der Energieversorgung. Die Möglichkeit eines Vorsteuerabzugs für bauliche Veränderungen, notwendige Instandhaltungsmaßnahmen und Modernisierungen bringt eine weitere Einsparung von rund 1 Mio. Euro. Domany erwartet sich von dieser Lösung auch eine höhere Effizienz bei der Nutzung der Immobilie (die WKÖ mietet nur die tatsächlich benötigten Flächen), nicht benötigte Flächen könnten dann an Dritte vermarktet werden: "Wir haben keine Eigentümersorgen mehr, sondern mieten die benötigten Gebäudeflächen zu guten Bedingungen von der neuen Gesellschaft. Damit realisieren wir stille Reserven und geben zugleich das Facility- und Flächen-Management in professionelle Hände. Das Vorgehen zahlreicher renommierter Mitgliedsbetriebe ist hier beispielgebend gewesen." Die Ausgliederung führt auch zu einem effizienteren Personaleinsatz in der WKÖ. Die neue Gesellschaft übernimmt 20 Mitarbeiter der WKÖ, die bisher im Bereich der Gebäudeverwaltung tätig waren.

In einem weiteren Schritt werden die Immobilien der Außenwirtschaftsorganisation der WKÖ im Ausland dahingehend überprüft, ob auch sie in die WKO Immobilienmanagement GmbH eingebracht werden können.
Der Verkaufserlös wird von der Wirtschaftskammer Österreich nicht dem laufenden Budget zugeführt, sondern den Rücklagen zugewiesen. Damit sollen unter anderem Sonderprojekte, wie Investitionen in weitere Umstrukturierungsprojekte zur Realisierung zusätzlicher Einsparungspotentiale oder zusätzliche Exportförderungen ebenso finanziert werden wie eine - vom Rechnungshof empfohlene -Aufstockung der Pensionsrückstellungen.

Entsprechend dem Grundsatzbeschluss des Präsidiums der WKÖ im Juni dieses Jahres, die WKÖ-Immobilie auszugliedern, führte ein Beirat, in dem alle wahlwerbenden Gruppen ebenso wie die Vizepräsidenten Richard Schenz und Hans Jörg Schelling eingebunden waren, unter der Leitung von Vizepräsident Rene Alfons Haiden die Verhandlungen für die endgültige Vertragsgestaltung mit dem Konsortium. (RH)

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