- 15.09.2004, 12:45:17
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STS Ursula Haubner eröffnet die "1. Europäische Väterkonferenz" - BILD

Wien (OTS) - "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzt
Partnerschaft voraus - ohne stärkere Beteiligung der Väter an der
Familienarbeit bleibt sie eine Einbahnstraße für Mütter", erklärt
Familienstaatssekretärin Ursula Haubner den Hintergrund zur "1.
Europäischen Väterkonferenz". Weiters führt sie aus, "dass die
Wichtigkeit der Väterpräsenz für die kindliche Entwicklung
unbestritten ist, aber auch eine wertvolle Erfahrung für die Väter
selbst, wenn sie sich ihren Kindern widme".
Erwerbstätige Frauen verbringen im Schnitt 35 Wochenstunden am
Arbeitsplatz, für die Haushaltsführung wenden sie wöchentlich ca. 18
Stunden, für Kinderbetreuung ca. 11 Stunden auf. Bei erwerbstätigen
Männern macht die wöchentliche Gesamtbelastung nur 48 Stunden aus,
davon ca. 41 Stunden für bezahlte Erwerbsarbeit, ca. 4 Stunden für
Hausarbeit und ca. 3 Stunden für die Betreuung ihrer Kinder.
Staatssekretärin Ursula Haubner ist überzeugt davon, "dass es
nicht darum geht Väter zur Kindererziehung zu zwingen, sondern ihnen
die Chance zu geben, das Glück und die Freude mit ihren Kindern zu
erleben und, dass Väter eine Chancengleichheit in der Kindererziehung
dringend brauchen."
Hochkarätige Experten und Interessenten aus 14 verschiedenen
europäischen Ländern haben sich in Wien eingefunden, um das Thema
Väter, Vaterschaft und alles was damit zusammenhängt zu diskutieren.
Dabei sind unter anderem Univ. Prof. Dr. Heinz Walter von der
Universität Konstanz, die anerkannte Sozialwissenschafterin Dr. Edit
Schlaffer, Univ. Prof. em. Dr. Gerhard Ament von der Universität
Bremen oder Univ. Prof. Dr. Horst Petri von der FU Berlin, um nur
einige zu nennen.
"Familie beinhaltet nicht nur Mütter, sondern auch Väter. Diese
Erkenntnis ist nicht neu. Neu ist aber der politische Weg, den ich
auf diesem Gebiet gehe. Erstmals führen wir Experten aus ganz Europa
zusammen, um verschiedene Modelle und Denkansätze rund um das Thema
Vaterschaft zu diskutieren. Die Ergebnisse werden wir dann in weitere
politische Maßnahmen einfließen zu lassen", so Haubner abschließend.
(Schluss) bxf
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