Häupl attackiert Grasser: "Brandstifter, der die Republik anzündet"

Wiener Bürgermeister greift im NEWS-Interview Finanzminister an: "Drüberfahren über unsere Interessen werden wir uns nicht gefallen lassen."

Wien (OTS) - Im Streit um den Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern und um die Lehrerdienstposten attackiert der Wiener Landeshauptmann Michael Häupl im Interview für die morgen erscheinende Ausgabe von NEWS den Finanzminister Karl-Heinz Grasser in noch nie gehörter Schärfe: "Ich verstehe beim besten Willen nicht, dass der Herr Finanzminister glaubt, er kann an allen Ecken und Enden in dieser Gesellschaft Krieg führen. Der Finanzminister zündet diese Republik an und nicht irgendwelche Gewerkschafter oder sonst irgendwer. Der Finanzminister ist der Brandstifter, der glaubt, ein Biedermann zu sein."

"Zur Stunde" sehe er, Häupl, keinen Grund, die Wien-Wahl vorzuverlegen, "aber sollte der Fall eintreten, dass der Herr Finanzminister mit Bundesregierung und Mehrheit im Nationalrat ein Finanzausgleichsgesetz gegen den dezidierten Willen der Länder und Gemeinden beschließt, was einmalig in der Geschichte der 2. Republik wäre, dann wird man sich natürlich etwas überlegen müssen. Das wäre eine Sache von solcher Einmaligkeit, dass man natürlich Konsequenzen ziehen muss." Als Drohung will Häupl das nicht verstanden wissen -"Ich drohe nie" - , aber "ein Drüberfahren über die Interessen der Länder, Gemeinden und Städte werde man sich nicht gefallen lassen.

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