Stummvoll: Wertschöpfungsabgabe ist nicht umsetzbar

Idee ist im Zeitalter der Globalisierung überholt

Wien, 15. September 2004 (ÖVP-PK) "Kurz vor dem 40jährigen Jubiläum des Konzepts der Wertschöpfungsabgabe taucht diese Idee bei AK-Präsident Herbert Tumpel wieder auf", sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Finanzsprecher Abg.z.NR Dr. Günter Stummvoll. Tumpel hatte in der ORF-Sendung "Zeit im Bild 2", am Dienstag Abend, erneut die Einführung der Wertschöpfungsabgabe gefordert. "Diese Idee wurde 1965 im Auftrag der deutschen Regierung geboren, damals war Ludwig Erhard noch Bundeskanzler. Umgesetzt wurde sie - aus gutem Grund -bisher in keinem wichtigem Industrieland der Welt", so Stummvoll. ****

"Es gibt klar auf der Hand liegende Gründe, warum bisher diese - theoretisch bestechende - Idee noch nirgends umgesetzt wurde", so der ÖVP-Finanzsprecher. "Das Vorpreschen eines Staates würde nur dazu führen, dass innovative und wertschöpfungsintensive Betriebe in ein anderes Land abwandern, wo es diese Abgabe nicht gibt." Selbst ein EU-weiter Konsens in dieser Frage würde nicht ausreichen, denn das würde den Wirtschaftsstandort Europa, das heißt Arbeitsplätze, Einkommenschance und soziale Sicherheit massiv gegenüber Nordamerika und Asien schwächen. "Im Zeitalter der Globalisierung, in dem Kapital, Unternehmen und Investitionen so mobil sind wie noch nie, wäre die Einführung der Wertschöpfungsabgabe durch einen einzelnen Staat schlicht wirtschaftspolitischer Selbstmord", so Stummvoll abschließend.

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