Tancsits: Unnötiger Rundumschlag von AK-Tumpel

Tumpels Behauptungen inhaltlich falsch oder parteipolitisch motiviert

Wien, 14. September 2004 (ÖVP-PK) Mit Unverständnis kommentierte heute, Dienstag, ÖVP-Sozialsprecher Abg.z.NR Mag. Walter Tancsits den Rundumschlag von Herbert Tumpel, anlässlich seiner Wiederwahl zum AK-Präsidenten. "Die Behauptungen von Tumpel sind teils schlichtweg falsch, teils offenbar parteipolitisch motiviert", sagte Tancsits und erinnerte daran, dass die AK keine Oppositionspartei, sondern eine gesetzliche Vertretung der Arbeitnehmer sein sollte. "Umso bedenklicher sind derartige Ausritte, wie jener von Tumpel, der offenbar seiner Wiederwahl-Euphorie entsprungen ist. ****

"Inhaltlich falsch ist beispielsweise die Behauptung, dass Frauen durch die Pensionsharmonisierung benachteiligt werden", stellte Tancsits klar. Genau das Gegenteil sei der Fall, gerade den Bedürfnissen von Frauen sei - etwa durch die erhöhte Anrechnung von Kindererziehungszeiten - Rechnung getragen worden. "Ebenso falsch ist Tumpels Seitenhieb zum Vertrauensschutz. Gerade weil wir den Vertrauensschutz wahren, gilt die Harmonisierung nur für alle, die jetzt unter 50 Jahre alt sind", so der ÖVP-Sozialsprecher.

Die abfälligen Äußerungen Tumpels über Österreichs Arbeitsmarkt-Ranking im internationalen Vergleich wies Tancsits zurück. "Es ist bedauerlich, wenn der Arbeiterkammer-Präsident, nicht mehr differenzieren kann. Selbstverständlich ist jeder arbeitslose Österreicher einer zuviel, man sollte aber doch auch anerkennen können, dass Österreich eine erheblich erfolgreichere Arbeitsmarktpolitik als die meisten europäischen Länder betreibt", so Tancsits.

Abschließend wies Tancsits den AK-Präsidenten darauf hin, dass keine Regierung der Welt direkte Arbeitsplätze schaffen könne, "wir verbessern laufend die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft, daraus entstehen neue Arbeitsplätze". Tumpels Denkansatz, wonach offenbar ausschließlich der Staat für Schaffung von Arbeitsplätzen zuständig sei, habe zuletzt in den untergegangenen kommunistischen Staaten
des Ostblocks Anwendung gefunden und sei für den Arbeitsmarkt eines modernen, westlichen Landes keine ernsthafte Option.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0005