Gehrer: Gute Rahmenbedingungen und hohes Bildungsniveau in Österreich

OECD Ländervergleich "Education at a Glance 2004" bestätigt bildungspolitischen Weg der vergangenen Jahre

Der OECD Ländervergleich "Education at a Glance 2004" bestätigt eindeutig den bildungspolitischen Weg der vergangenen Jahre. "Die Bevölkerung Österreichs weist ein hohes Bildungsniveau auf: 78 Prozent der Wohnbevölkerung haben eine weiterführende Schule abgeschlossen, im OECD-Schnitt sind es 64 Prozent. Damit liegen wir im obersten Viertel der EU-Staaten", sagte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.

Der Erfolg des dualen Bildungssystems und der beruflichen Bildung in Österreich spiegelt sich in der Zahl der Schüler wider, die eine weiterführende Schule besuchen und gleichzeitig eine berufliche Bildung machen. "Hier liegt Österreich mit 79 Prozent der Schüler (OECD-Schnitt: 49 Prozent) unter den Top 3 im EU-Vergleich", so Gehrer.

Auch bei den jährlichen Ausgaben pro Schüler/Studierendem liegt Österreich überall im vorderen Drittel und klar vor Staaten wie Deutschland oder Finnland. "Österreich investiert viel in Bildung", bestätigt die Ministerin. Bei den Universitäten und anderen tertiären Bildungseinrichtungen liegen wir auf Platz 5 im EU-Vergleich, bei den Volksschulen auf Platz 4 und im Sekundarbereich an 2. Stelle. Im Anteil am BIP 2001 (5,8 Prozent) war eine leichte Steigerung im Vergleich zu 2000 (5,7 Prozent) zu verzeichnen.

Erfreulich ist auch, dass die falschen Aussagen des vorjährigen OECD-Berichts (2003) korrigiert wurden. "In Österreich sind besonders viele Jugendliche in Ausbildung und Beschäftigung. Nach dem Erhebungsmodus der OECD sind derzeit 6,3 Prozent der 15-bis19-Jährigen weder in Schule noch in Arbeit. Damit liegen wir unter dem OECD-Schnitt von 7,8 Prozent", so Gehrer. Die OECD rechnet zu diesem Wert Präsenz- und Zivildienstzeiten dazu; das bedeutet: die tatsächlich Anzahl der Jugendlichen, die sich nicht in Ausbildung oder Arbeit befinden, liegt sogar deutlich niedriger.

Darüber hinaus stellt der Ländervergleich Österreich ein positives Zeugnis im tertiären Bereich aus: Zum einen ist Österreich für Studierende aus dem Ausland ein sehr attraktiver Studienort. 12,7 Prozent aller Studierenden des Tertiärbereichs in Österreich haben eine ausländische Staatsbürgerschaft. Innerhalb der EU-Mitgliedsländer liegt Österreich damit an der Spitze.

Auch hat sich die Akademikerquote in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Die Akademikerquote stieg von rund 7 Prozent im Jahr 1991 auf 14 Prozent im Jahr 2002. Die Akademikerquote bezieht sich nicht auf die Zahl der Absolventen, sondern berücksichtigt nur jene Akademiker, die in Österreich im Berufsleben stehen. Personen, die in Österreich ein Studium absolvieren, aber nicht in Österreich arbeiten, werden nicht dazugezählt.

Österreich hat insbesondere eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Absolventen/innen eines Doktoratsstudiums. 1,7 Prozent eines Altersjahrganges absolvieren ein Doktoratsstudium, im OECD-Durchschnitt sind es nur 1,2 Prozent.

Die im Ländervergleich angeführte Information über die seit 2001 rückläufigen Studierendenzahlen stellt die Entwicklungen im österreichischen Hochschulbereich verkürzt dar. "Durch die Einführung der Studienbeiträge ist die Zahl der aktiv Studierenden nicht zurückgegangen, allerdings wurde die Zahl der Studierenden um diejenigen bereinigt, die nicht mehr aktiv waren und ihre Inskription nicht verlängerten. Inzwischen ist die Zahl der Studierenden wieder gestiegen: 2003/04 gab es einen neuen Rekord von 39.073 Studienanfängern", so Gehrer abschließend.

nnn (Schluss)

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