ÖH: ‚Nicht genügend' für Gehrer

Gehrers Politik zeigt in OECD-Studie ungeheure Folgen

Wien (OTS) - Die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) zeigt sich über die neuesten Ergebnisse der OECD-Studie ‚Education at a Glance' wenig überrascht.

"Wir haben mehr als einmal darauf hingewiesen, dass Studiengebühren Menschen von der Weiterbildung an einer Hochschule fernhalten. Das Stipendiensystem, auf das sich die Ministerin gerne beruft, ist eine Farce. Jetzt bekommt Ministerin Gehrer die Rechnung präsentiert", kommentiert Barbara Wittinger, Vorsitzteam der ÖH, den in der Studie erwähnten Studierendenrückgang.
"Nur jede/r Dritte beginnt in Österreich ein Studium, im OECD Schnitt ist es jede/r Zweite. Damit zeigt sich für uns ganz deutlich, dass die österreichische Bildungspolitik der vergangenen Zeit nichts dazu beigetragen hat, ein Studium attraktiver zu gestalten", so Wittinger.

"Die Universität wurde durch Studiengebühren und Knock-out Prüfungen noch mehr von der Gesellschaft abgekoppelt und vegetiert elfenbeinturmartig vor sich hin. Der Umstand, dass Österreich in der Bildungsbeteiligung im tertiären Bereich im unteren Teil der OECD-Skala rangiert, gemeinsam mit Tschechien und Mexiko, zeigt die Versäumnisse der Ministerin ganz klar. Die Fakten sprechen für sich, schönreden funktioniert hier nicht mehr", meint Patrice Fuchs, Vorsitzteam der ÖH.

"Auch die Anzahl der Personen, die einen akademischen Titel erhalten, sollten nicht außer Acht gelassen werden. Im OECD-Schnitt sind das 32%, in Österreich nur frappierende 18%. Diese Zahlen können aus unserer Sicht damit erklärt werden, dass fast alle Studierenden neben dem Studium arbeiten müssen. Langfristig kehren dann viele ihrem Studium den Rücken, da ihnen immer mehr Barrieren in den Weg gelegt werden", analysiert Fuchs.
"Zu wenig Frauen schließen ein Universitätsstudium ab, weil hier noch immer die massive Unvereinbarkeit zwischen Familie und Karriere herrscht und kaum etwas gegen diese Hürden unternommen wird", so Fuchs.

"Die OECD-Studie ist ein katastrophales Zeugnis für die österreichische Bildungslandschaft. Ministerin Gehrer hat mit ihrer Form der Bildungspolitik wesentlich dazu beigetragen, dass die österreichischen Universitäten nicht ‚Weltklasse' sind, sondern letztklassig", schließt das Vorsitzteam unisono.

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