AKS-Wien unterstützt SchülerInnen-Protest gegen Bildungsabbau

Mitbestimmung der SchülerInnen muss Recht sein, kein Privileg

Wien(OTS)Heute, Dienstag den 14. September demonstrierten rund 250 Schülerinnen und Schüler in einem Protestzug vom Bildungsministerium zum Stadtschulrat. Auslöser waren die Kürzung von 26 Werteinheiten im Gymnasium Ödenburgerstraße im 21. Bezirk. Die SchülerInnen der Schule riefen zum Protest gegen diesen erneuten Schlag gegen Schülerinnen und Schüler auf. "Was die schwarz-blaue Bildungspolitik mit unserer Bildung macht ist wirklich mehr als traurig. Zuerst werden Stunden gekürzt, und dann quasi über Nacht weitere Kürzungen im Bildungsbereich vorgenommen. Es wird Zeit, dass sich die Schülerinnen und Schüler wehren", erklärt die Vorsitzende der Aktion Kritischer Schüler Wien, Ingrid Gogl die Beteiligung der AKS an der Demonstration.****

Am Gymnasium Ödenburgerstraße wurde, ohne Wissen der Schülerinnen und Schüler, die Entscheidung getroffen eine Klasse der 10.Schulstufe (6. Klasse AHS) aufgrund von Einsparungen aufzulösen. Die Folge dessen ist, dass es nur noch drei anstatt vier Klassen geben würde. Dies bedeute aber, dass es aufgrund der verschiedenen Schulzweige (Gymnasium, Wirtschaftskundliches Realgymnasium, Realgymnasium) bis zu 32 SchülerInnen pro Klasse geben wird, was besonders bei Fremdsprachen eine Katastrophe wäre. "Die Schülerinnen und Schüler erfuhren erst kurz nach Beginn des Schuljahres davon, und wehren sich nun mittels einer Demonstration gegen diesen Bildungsabbau", erklärte Gogl und betonte, dass "die Schule ein Ort sein sollte, an dem Platz für Freiraum ist, und sie sollte vor allem ein Ort zum Wohlfühlen sein. Wie sollen sich Schülerinnen und Schüler in der Schule wohlfühlen, wenn andauernd über ihre Köpfe hinweg Entscheidungen getroffen werden, und sie nach so einer Entscheidungen mit über 30 KollegInnen in einer Klasse sitzen?"

Für die Vorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen Wien ist dies, nach den Stundenkürzungen, ein erneutes Zeichen dafür, das Bildungsministerin Gehrer mehr Wert auf Einsparungen legt als auf Schuldemokratie und Mitbestimmung seitens der Schülerinnen und Schüler. "Wer, wenn nicht die Schüler und Schülerinnen sollten das Recht haben über die Schule, ihren Lebensraum, mitbestimmen zu dürfen? Der Protest der Ödenburgerstraße zeigt klar, dass sich SchülerInnen wehren müssen, denn es gibt bestimmt noch mehr Schulen, an denen es ähnliche Einsparungen gibt. Es ist wichtig für Schuldemokratie zu kämpfen, denn je mehr wir sind, desto stärker sind wir und Bildungsministerin Gehrer wird uns nicht mehr lange überhören können!" so Gogl abschließend. (Schluss)

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Ingrid Gogl (Vorsitzende der aks-Wien)
Tel: 0699/ 17 22 47 47

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