Plass/Grüne Wirtschaft: Ökobonus statt Strompreissenkung!

Mit Wettbewerbsgewinnen aus Energiewirtschaft Lohnnebenkosten senken.

Wien (OTS) - "Diagnose richtig, Behandlungsvorschlag falsch",
lautet die Reaktion von Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft, auf die von Kammerpräsident Christoph Leitl und SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures eingeforderte Strompreissenkung.

"Es wäre fatal, die durch mehr Wettbewerb in der Energiewirtschaft erzielten Einsparungen 1:1 als Strompreissenkung an die Unternehmen und Konsumenten weiterzugeben. Damit legen wir uns auf dem Weg zur Erreichung der Kyoto-Ziele selbst Steine in den Weg und fallen den österreichischen Alternativenergie-Erzeugern ein weiteres Mal in den Rücken", meint Plass.

Die Grüne Wirtschaft schlägt vor, mögliche Preissenkungen bei der Stromerzeugung und den Durchleitungstarifen auf anderer Ebene weiterzugeben und als Spielraum für aufkommensneutrale Umschichtungen im Steuersystem zu nutzen: "Es wäre weitaus intelligenter, die Wettbewerbsgewinne aus der Energiewirtschaft in Form von Lohnnebenkostensenkungen an Unternehmen und als Ökobonus an die Privathaushalte auszubezahlen", so Plass. Im Gegenzug müssten natürlich die Energieabgabe ein wenig angehoben werden, was aber bei sinkenden Herstellungskosten nicht wirklich schmerzvoll ausfallen würde, meint Plass und verweist auf das ökosoziale Steuerreformmodell der Grünen, bei dem es nur Gewinner gebe.

"Solange wir der österreichischen Wirtschaft Strom als Billigware und menschliche Arbeitskraft als Luxusartikel zur Verfügung stellen, werden wir aus der derzeitigen Lose-lose-Stuation nie eine Win-win-Situation machen", meint Plass abschließend.

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Thomas Hohenberger, Pressesprecher Grüne Wirtschaft, 0664-5308186

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