Mehr Transparenz für die Landesfinanzen

WK-Präsident Pacher fordert Konzernabschluss des Landes

Klagenfurt (OTS) - Wie sieht es nun wirklich mit Finanzen und Verbindlichkeiten des Landes aus? Nach der Diskussion der vergangenen Tage fordert Wirtschaftskammerpräsident Franz Pacher mehr Transparenz im Zahlenwerk und einen Konzernabschluss des Landes Kärnten.

Schuld an der derzeitigen Diskussion sei das kameralistische System der Buchhaltung, das nur auf ein Haushaltsjahr fixiert ist. Die Darstellung, mit welchen Belastungen für die Zukunft zu rechnen ist, werde dabei völlig außer Acht gelassen. Zusätzlich fehle eine konsolidierte Darstellung des Landes, die auch ausgelagerte Firmen, Beteiligungen und Haftungen enthält.

"Das Land Kärnten muss daher geeignete Schritte setzen, damit in der Diskussion nicht ständig Äpfel mit Birnen vermischt werden", fordert WK-Präsident Franz Pacher. Das derzeitige System sei auch nicht mit dem Trend vereinbar, die Finanzen des Landes nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben zu betrachten und zu bewerten. "Dem Steuerzahler ist die Wahrheit zumutbar. Er will wissen, was 'sein Land' an Verpflichtungen für die Zukunft eingegangen ist, wo es welche Beteiligungen gibt und wie das noch vorhandene viel zitierte Familiensilber zu bewerten ist."

Wenig Transparenz, mangelnde Flexibilität und das Fehlen jeglicher Zukunftsperspektive führen zu Diskussionen, die vom Steuerzahler nicht mehr nachzuvollziehen sind. "Es geht aber auch anders", meint der Wirtschaftskammerpräsident mit Verweis auf den Kanton Zürich:
Dort wurde ein neues Gesetz über Controlling und Rechnungslegung erarbeitet. Die Einführung anerkannter Rechnungslegungsstandards wird damit ebenso ermöglicht wie eine konsolidierte Rechnung mit einem Überblick über Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Kantons.

"Die Wirtschaftskammer wird in den nächsten Wochen Modelle vorstellen, die für die Zukunft Licht in das Dunkel der Landesfinanzen bringen können", erklärt WK-Präsident Pacher. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass auch das Land Kärnten großes Interesse daran hat, die Darstellung seiner Finanzen transparent und nachvollziehbar zu gestalten." Ein weiterer positiver Aspekt: Kärnten könnte durch eine neue Rechnungslegungsregelung österreichweit Vorreiter im "New Public Management" und somit zur modernsten Landesverwaltung Österreichs werden.

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