Enge polizeiliche Kooperation zwischen Österreich, Slowenien und Italien vereinbart

Trilaterales Kontaktbüro in Thörl-Maglern eröffnet - LH Haider begrüßte Minister Strasser, Minister Bohinc und Staatssekretär D´Ali

Klagenfurt (LPD) - Die polizeiliche Zusammenarbeit zwischen Österreich, Slowenien und Italien wird intensiviert. Dazu wurde heute, Dienstag, die Unterzeichnung einer entsprechenden trilateralen Vereinbarung in Thörl-Maglern im ehemaligen Zollabfertigungsgebäude (am "alten" Grenzübergang) vorgenommen, das zugleich das trilaterale Kontaktbüro beherbergt. Die Unterzeichnung nahmen Innenminister Ernst Strasser, der Innenminister Sloweniens, Rado Bohinc und der italienische Staatssekretär Antonio D´Ali vor.

Landeshauptmann Jörg Haider begrüßte die Politiker und hob das Dreiländereck, in dem das Kontaktbüro errichtet und nun ausgebaut wird, als einzigartigen Punkt in Europa hervor, weil hier drei Kulturen, die slawische, germanische und romanische, zusammentreffen. Der Landeshauptmann dankte für die Initiative zur Errichtung dieses Kontaktbüros. Es sei eine wichtige Vereinbarung für die Sicherheitspolitik und für die Sicherheit der Bevölkerung, betonte Haider.

Strasser sprach von einem wichtigen Moment für Kärnten und für ganz Europa, weil hier ein einmalige Modell umgesetzt werden soll. Zwei Schengen-Länder (Österreich, Italien) schließen eine Kooperation mit einem Noch-Nicht-Schengen-Land (Slowenien). Hier gehe es um grenzüberschreitenden Informationsaustausch, Koordination der Überwachung und umfassende Kooperation in allen polizeilichen Angelegenheiten.

Strasser dankte Slowenien für seine sicherheitspolitischen Bemühungen und Fortschritte. Sloweniens Minister Bohinc sagte, dass Slowenien bis 2007 demm Schengen-Abkommen beitreten möchte. Er und D´Ali betonten die Wichtigkeit der Vereinbarung und Kooperation. Das Kontaktbüro und die Zusammenarbeit seien gerade auch im Hinblick auf die Bekämpfung der illegalen Einwanderung und des Menschenhandels bedeutsam. Strasser erhofft sich durch diesen zentralen Treffpunkt mehr Schlagkraft. Regelmäßige Lageeinschätzungen und gemeinsame Operationen sollen hier überlegt und getätigt werden. Gesagt wurde, dass vorerst acht Personen im Kontaktbüro arbeiten werden. Am Festakt nahmen zahlreiche Spitzen der Exekutive aus den drei Ländern teil. Für Musik sorgte die Gendarmeriemusik Kärnten.
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