Stadlbauer: Unsagbarer Zynismus der Frauenministerin Rauch-Kallat

Wien (SK) "Entgegen allen Expertinnen- und Expertenprognosen behauptet die Frauenministerin Maria Rauch-Kallat, die Frauenpensionen würden in den kommenden Jahren steigen. Das zeugt doch von einem unsagbaren Zynismus der Frauenministerin" meint Bettina Stadlbauer, SPÖ-Bundesfrauensekretärin am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die Durchrechnung der gesamten Erwerbsbiografie bringt große Nachteile für Frauen mit sich. Dadurch, dass alle Zeiten, die im Leben gearbeitet wurden, für die Pension herangezogen werden und nicht mehr nur die "besten 15 Jahre", müssen Frauen mit großen Verlusten rechnen. Auch werden alle Teilzeiten und alle sonstigen "Karrierenachteile" bei der Berechnung erfasst. Expertinnen und Experten sprechen bereits von Kürzungen bis zu 22 Prozent bei Frauenpensionen. Die Besserbewertung der Kindererziehungszeiten kann diese Ungerechtigkeit keineswegs wett machen. Mehr als ein Drittel der Frauen arbeitet Teilzeit und in a-typischen Beschäftigungsverhältnissen. "Die Frauenministerin wiegt sich einfach in Illusionen", ärgert sich Stadlbauer.

"Die aktuellen Aussagen der Frauenministerin zur Pensionsreform sind einfach ein Hohn gegenüber allen Frauen in Österreich. Wie kann Rauch-Kallat
angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit der Frauen derartige Realitätsverweigerung betreiben?", fragte die SPÖ-Bundesfrauensekretärin. Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen ist im internationalen Vergleich weiterhin beschämend. "Die Frauenministerin weigert sich einfach, sich mit Themen wie Frauenarmut auseinanderzusetzen", kritisierte Stadlbauer. "Für Frauen in Österreich wäre es fast besser, Rauch-Kallat äußert sich zu Frauenthemen überhaupt nicht. Wenn vertritt Rauch-Kallat eigentlich?", so Stadlbauer abschließend. (Schluss) up/mm

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