Kapitalmarktbeauftragter Schenz zur Corporate Governance Studie der Arbeiterkammer

Österreichischer Corporate Governance Kodex aus Investorensicht erfolgreich

Wien (OTS) - Zur heute präsentierten Corporate Governance Studie der Arbeiterkammer hält der Regierungsbeauftragte für den Kapitalmarkt und Vorsitzende des österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance folgendes fest:

Der österreichische Corporate Governance Kodex ist in erster Linie kapitalmarktorientiert und investorenorientiert. Der Focus der Anleger am österreichischen Kapitalmarkt liegt im ATX bzw. Prime Market. Hier findet man Einhaltungsquoten von 94% der ATX Unternehmen (gewichtet) bzw. 70% der Prime Market Unternehmen. Der Kodex ist daher aus Investorensicht bereits zwei Jahre nach seiner Veröffentlichung sehr erfolgreich. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass nach dem nunmehr geltenden Regelwerk das im Prime Market der Wiener Börse notierte Unternehmen verpflichtet ist, für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.1.2004 beginnen, jährlich in seinem Geschäftsbericht eine Erklärung über die Einhaltung bzw. Nicht-Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex aufzunehmen. Diese Neuerung stellt noch mehr Transparenz bei der Corporate Governance der österreichischen börsenotierten Unternehmen sicher.

Die Arbeiterkammer will mit ihrer Studie vor allem Argumente für einen Ruf an den Gesetzgeber nach mehr Regulierung konstruieren. Mit diesem Ruf nach mehr Gesetzen und mehr Regulierung steht die AK in Europa aber relativ alleine da: Auch die EU setzt im Bereich der Corporate Governance primär auf Selbstregulierung durch Kodizes und Soft Law.

"Selbstverständlich wünsche auch ich mir eine noch höhere Einhaltung des Kodex durch die österreichischen börsenotierten Unternehmen. Die Kodexregeln pauschal in das Gesetz zu übernehmen ist aber nicht der richtige Weg, um die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Finanzplatzes zu stärken. Es geht vielmehr um effektive Selbstregulierung und da ist mit der Einführung einer verpflichtenden Erklärung zum Kodex im Prime Market Regelwerk der Wiener Börse ein beachtlicher Schritt vorwärts gelungen." hält Richard Schenz abschließend fest.

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Dr. Michael Eberhartinger
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