VP-Hahn: Jährlich 126 Mio. Euro nichtmedizinischer Mehrkosten in Wiener Gemeindespitälern

Wien (VP-Klub): "Die Wiener Gemeindespitäler haben mit 185,- Euro mit Abstand die höchsten nichtmedizinischen Kosten pro Belagstag. Sämtliche Fondskrankenanstalten in den anderen Bundesländern kommen mit lediglich 111,5 Euro nichtmedizinischen Kosten pro Belagstag aus", kritisierte der geschäftsführende Landesparteiobmann und Gesundheitssprecher der Wiener ÖVP, Stadtrat Johannes Hahn, anlässlich einer heutigen Pressekonferenz.

Nichtmedizinische Kosten pro Belagstag: Ein Benchmark für die Effizienz der Verwaltung

Nichtmedizinische Kosten pro Belagstag können als Benchmark für die Effizienz der Verwaltung verwendet werden. Diese nichtmedizinischen Kosten sind im Bundesgesetz über die Dokumentation von Statistik- und Kostendaten in Krankenanstalten geregelt. Ein Belagstag ist die tatsächliche Nutzung eines vorhandenen Bettes in einem Krankenhaus. Durch die Veränderung der nichtmedizinischen Kosten ändert sich grundsätzlich nichts an der medizinischen Leistung der Krankenhäuser für die Patienten.

ÖVP Wien kalkuliert mit einem Großstadtfaktor von +25% und einem zusätzlichen Universitätsfaktor von +10%

"In unserem Kostenrechnungsmodell berücksichtigt die Wiener ÖVP 25 Prozent Mehrkosten aufgrund des Großstadtfaktors und zusätzlich 10 Prozent Mehrkosten aufgrund eines Universitätsfaktors, wobei der nichtklinische Aufwand für Lehre und Forschung an den Universitätskliniken darin ohnehin nicht enthalten ist", betonte der VP-Gesundheitssprecher. "Trotz dieser großzügig bemessen zusätzlichen Kostenfaktoren übersteigt der Verwaltungsaufwand an den Wiener Gemeindespitälern jenen aller anderen Fondskrankenanstalten in Österreich um weitere 126 Millionen Euro", rechnete Hahn aufgrund des Kostennachweises 2000 bis 2002 vor. "Wenn die anderen Krankenhäuser mit so viel weniger an nichtmedizinischen Kosten auskommen, muss die Frage berechtigt sein, wofür KAV-Spitäler um so viel mehr brauchen", betonte Hahn weiter. Als geradezu grotesk bezeichnet Hahn, dass der KAV derzeit mit der Stadt Wien über eine Verlängerung des bisher mit jährlich 51 Millionen Euro dotierten Finanzierungsübereinkommens verhandelt, selbst aber über ein Einsparungspotential von über 126 Millionen Euro verfügt.

10% müssen kurzfristig eingespart werden

"Die zuständige Politik und das Management im Wiener Krankenanstaltenverbund muss die - im österreichischen Vergleich -horrenden nichtmedizinischen Kosten raschest analysieren und zumindest 10 Prozent von diesen kurzfristig einsparen", forderte Hahn von der SP-Stadtregierung und dem Management des KAV. "Zusätzlich muss restliches Einsparpotential mittelfristig realisiert werden, ohne die medizinischen Leistungen für die Bevölkerung in Wien zu reduzieren", so Hahn abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse@oevp.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001