Internationales Symposion anlässlich 80 Jahre Radio in Österreich

"Notstand Pressefreiheit - Macht und Ohnmacht der Medien"

Wien (OTS) - Anlässlich 80 Jahre Radio in Österreich wird von Reporter ohne Grenzen Österreich, der Österreichischen UNESCO-Kommission, der Österreichischen Liga für Menschenrechte und dem ORF Radio Kulturhaus am 15. und 16. September 2004 ein internationales Symposion mit dem Titel "Notstand Pressefreiheit-Macht und Ohnmacht der Medien" organisiert. Teilnehmer des prominent besetzten Symposions sind Medienexperten und Journalisten aus aller Welt.

Das Symposion findet vom 15. bis zum 16. September 2004 statt und wird mit einer Filmvorführung am 15. September eröffnet. Dabei kommt die umstrittene Dokumentation von Susan Gray, "Citizen Berlusconi" zur Aufführung. Am Donnerstag werden ein internationales und nationales Panel über Fragen der Pressefreiheit diskutieren. Der Ehrenschutz wird von Bürgermeister Dr. Michael Häupl übernommen. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Stadt Wien, Bank Austria Creditanstalt, Austrian, Falter, South African Airways, ÖBV, Alfred J. Noll, Mercure - Accor Hotels und buero8pr.

REPRESSION, KONTROLLE, MANIPULATION, SELBSTZENSUR

Die Veranstalter gehen der Frage nach, ob die Pressefreiheit in Gefahr ist. Nicht nur in den USA, sondern weltweit. Nicht erst in der Folge von Terroranschlägen. "Gemäß aktueller Daten von Reporter ohne Grenzen - 2004 wurden mit Stichtag 10. September 36 Journalisten und 14 ihrer Mitarbeiter in Ausübung ihres Dienstes getötet, 130 verhaftet und eingesperrt - ist die Normalität der Berichterstattung in der Folge von 9/11 von Repression, Kontrolle, Manipulation bis hin zur Selbstzensur geprägt," stellt Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, fest und ergänzt: "Aktuellstes Beispiel ist die massive Behinderung der freien Berichterstattung beim Terrorakt in Beslan, zum Schaden nicht nur der russischen Öffentlichkeit, sondern zum Schaden ganzer Nationen, der Medien generell und anderer Unternehmen. Wir fordern daher ihr aktives Engagement ein."

Dr. Hans Marte, Präsident der Österreichischen UNESCO-Kommission, stellt fest: "Ein mittelfristiges strategisches Ziel der UNESCO ist die Förderung des Pluralismus und der kulturellen Vielfalt in den Medien und weltweiten Informationsnetzen und die Stärkung des freien Austauschs von Ideen und des universellen Zugangs zu Information. Die Österreichische UNESCO-Kommission will daher vor einer Einschränkung der Pressefreiheit nicht nur ausdrücklich warnen, sondern durch ein vielfältiges aktives Engagement im Sinne der Medienfreiheit klare Zeichen setzen."

INHALTE:

Wie weit darf Journalismus gehen, wieweit muss Journalismus gehen? Wird das Menschenrecht Informations- und Pressefreiheit Interessen der Sicherheitspolitik untergeordnet? Kann es Sicherheit, Frieden, Demokratie ohne Pressefreiheit geben? "Notstand Pressefreiheit"?

TEILNEHMER:

Rubina Möhring (Reporter ohne Grenzen Österreich, Präsidentin), Ferdinand Lacina (Österreichische Liga für Menschenrechte, Präsident), Hans Marte (Österreichische UNESCO-Kommission, Präsident), Peter Huemer (Journalist und Historiker), Hannelore Veit (ORF), Anneliese Rohrer (Die Presse), Richard Cullen (Medien-Experte, Australien), Martin Hadlow (Unesco, Paris), Govin Reddy (Medienexperte, Südafrika), Joe Ritchie (Kommunikationswissenschafter, USA), Michele Santoro (EU-Abgeordneter, Italien), Susanne Scholl (ORF, Moskau), Michael Kerbler (ORF Radio), Karl Amon (Chefredakteur ORF Radio), Ronald Barazon (Chefredakteur Salzburger Nachrichten), Michael Frank (Korrespondent Süddeutsche Zeitung), Barbara Coudenhove-Kalergi (Publizistin), Alfred Noll (Medienanwalt), Armin Thurnher (Chefredakteur Der Falter), Astrid Zimmermann (Journalistin, Der Standard), Ibrahim Helal (ehemaliger Al-Jazeera Chefredakteur).

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird am 16. September 2004 ab 10:00Uhr live im Internet übertragen (siehe radiokulturhaus.orf.at)

Aktuelle Infos siehe: http://www.rog.at, http://www.unesco.at, http://www.liga.or.at, http://radiokulturhaus.orf.at

UNESCO steht für Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Sie ist eine der 16 rechtlich eigenständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen und hat ihren Sitz in Paris. Ziel der UNESCO ist es, durch Förderung der internationalen Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation zur Erhaltung des Friedens und der Sicherheit beizutragen, "um in der ganzen Welt die Achtung vor Recht und Gerechtigkeit, vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten zu stärken, die den Völkern der Welt ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder Religion durch die Charta der Vereinten Nationen bestätigt worden sind" (Artikel I.1 der UNESCO-Verfassung).

Reporters sans frontières (RSF - Reporter ohne Grenzen) setzt sich weltweit für die Medienfreiheit und Freiheit der Reporter ein und unterstützt bei Inhaftierung und Ermordung deren Familien. Die unabhängige Organisation mit Sitz in Paris, Niederlassung in Österreich und mehr als hundert Korrespondenten in aller Welt fordert aktiv den Respekt vor den Menschenrechten und beruft sich auf den Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Das Recht zu informieren und informiert zu werden. Jährlich wird mit Unterstützung der OMV Aktiengesellschaft der "Press Freedom Award" vergeben. Die Pressearbeit von Reporter ohne Grenzen Österreich erfolgt in Kooperation mit dem Presse- und Informationsdienst (PID) der Stadt Wien.

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