Kärnten: LR Rohr lässt Volksschulen "energetisch" sanieren

Zehn Millionen Euro aus Schulbaufonds - Moderne Wärmedämmung senkt Heizkosten um 60 Prozent

Klagenfurt (LPD) - Auf ihre Energieeffizienz überprüft hat Energiereferent und Schulbaufondsvorsitzender LR Reinhart Rohr alle 286 Kärntner Volksschulen. Das Ergebnis der vom Verein "energie:bewusst Kärnten" unter Geschäftsführer Gerhard Moritz durchgeführten Studie: 39 Schulen Schnitten bei der Analyse des spezifischen Heizwärmebedarfs mit "gut", 154 weitere mit "mittel" ab. 59 Schulen lagen in der Kategorie "schlecht". Mit einem Investitionsprogramm in Höhe von zehn Millionen Euro aus dem Schulbaufonds will Rohr bis zum Jahr 2010 die jährlichen Heizkosten an Kärntens Volksschulen von derzeit 2,2 Millionen Euro um rund 60 Prozent auf 900.000 Euro drücken. Durch die thermische Sanierung der Gebäude und Modernisierung der Heizanlagen sollen auch die Schadstoffemissionen von derzeit 7.200 Tonnen pro Jahr nahezu gegen "Null" reduziert werden.

Rohr strich heute, Montag, bei einem Pressegespräch die enormen Einsparungspotentiale für die Gemeinden als Schulerhalter hervor. Neben dem finanziellen Aspekt stehe aber auch der Faktor Umwelt im Mittelpunkt. Die wichtigste Kennzahl beim energetischen Vergleich von Gebäuden ist der spezifische Heizwärmebedarf (HWB), welcher in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr angegeben wird. Als "gut" gelten Werte die kleiner sind als 80 kWh. In der Kategorie "mittel" liegen die Werte zwischen 80 und 180 kWh, in der Kategorie "schlecht" sind sie größer 180 kWh pro Quadratmeter und Jahr, so Rohr.

Ziel von Rohr ist es, mit einem Investitionsprogramm von zehn Millionen Euro alle Kärntner Volksschulen auf einen spezifischen Heizwärmebedarf hin zu sanieren, der unter 80 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr liegt. Zusätzlich geplant ist, alle mit fossilen Brennstoffen und Strom beheizten Schulen auf erneuerbare Energieträger umzustellen. Dadurch könnten die für den Treibhauseffekt verantwortlichen Emissionen von derzeit ca. 7.200 Tonnen im Jahr auf nahezu "Null" reduziert werden.

Allein durch die thermische Sanierung der Gebäude werden die Emissionen bereits nahezu halbiert. Und die Heizkosten werden sich von derzeit rund 2,2 Millionen Euro um ca. 60 Prozent 900.000 Euro pro Jahr verringern, sagte Rohr. Zusätzlich ist vorgesehen, dass für jedes zur Sanierung anstehende Gebäude ein Energieausweis (der Typenschein eines Gebäudes) erstellt wird. Dadurch können auch die geplanten Maßnahmen, sowohl in Richtung einer Minimierung der Umweltbelastung als auch in wirtschaftlicher Sicht optimiert werden. In den Schulen werden außerdem begleitend bewusstseinsbildende Maßnahmen umgesetzt. Rohr erwartet sich davon einen bewussteren Umgang
mit dem kostbaren Gut Energie. Die Aktion soll im kommenden Jahr auf die Haupt- und Polytechnischen Schulen ausgedehnt werden, betonte Rohr.
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