Ö1: Neues Hörspiel von Bodo Hell anlässlich "80 Jahre Radio"

Hörspiel und Literatur im Radio von und mit Corti, Kishon, Polgar

Wien (OTS) - Anlässlich "80 Jahre Radio" stehen drei "Radiogeschichten" (21., 22., 23.9.) und ein "Ö1 extra" (25.9.) ganz im Zeichen des Ö1-Schwerpunktes. Weiters bringt das "Hörspiel-Studio" am 28. September die deutsche Fassung des ersten Rundfunk-Hörspiels überhaupt und das heuer von Ö1 produzierte Stück "Mein Radio und ich" von Bodo Hell.

Unter dem Titel "Liebeserklärung ans Radio" liest Axel Corti am Montag, den 20. September nostalgische Texte von Alfred Polgar und Günter Schatzdorfer. Ephraim Kishon beschäftigt sich in seiner Erzählung "Das drahtlose Theater" - übersetzt von Friedrich Torberg -damit, wie schnell ein Hörspiel vorbei ist, wenn man es zu Hause hören kann, wie quälend aber die Zeit wird, wenn man als Autor eines Hörspiels im Studio und damit vor ungeahnten Schwierigkeiten steht. Günther Lieder liest diese "Radiogeschichte" am Dienstag, den 21. September. Am Mittwoch, den 22. September liest Alexander Peutz "Das grauenvolle Radio", eine Erzählung von John Cheever (Deutsch: Peter Naujack). Die "Radiogeschichten" beginnen jeweils um 11.40 Uhr in Ö1.

"Hör!Spiel!" ist der Titel des "Ö1 extra" am Samstag, den 25. September um 22.05 Uhr, einer Reise durch die wichtigste Kunstform des Radios: das Hörspiel. Ernst Jandl schuf die kürzeste und prägnanteste Hörspiel-Definition: Hör! Spiel! In diesem doppelten Imperativ sind alle Formen des Hörspiels enthalten. Seit 80 Jahren gibt es nun diese Kunstform in vielerlei Gestalt. Schon in den ersten Radiotagen versuchten die Pioniere literarische Werke in das neue Medium einzugliedern, damals noch live. Die Bezeichnungen Funktheater, Radiobühne, Sendespiel belegen, wie verschwommen die Vorstellungen waren, was diese neue Kunst möglicherweise zu leisten vermag. Seither hat sich das Hörspiel ständig verändert. Hörspiel-Regisseur Götz Fritsch dokumentiert diese Veränderungen.

Das "Hörspiel-Studio" am Dienstag, den 28. September ab 20.31 Uhr in Ö1 schlägt eine Brücke vom "ältesten" zum "jüngsten" Hörspiel. Auf dem Programm stehen "Gefahr" von Richard Hughes und "Mein Radio und ich - Ein Hörstück zum Sendungsbewusstsein für 9 HörerInnenstimmen und 1 Flüsterkommentar" von Bodo Hell.

Der 15. Januar 1924 kann als der Geburtstag des Hörspiels gelten. Der Londoner Rundfunk strahlte damals das erste Originalhörspiel aus:
"A Comedy of Danger" von Richard Arthur Warren Hughes. Die Handlung versetzt den Hörer in einen Grubenschacht, in dem drei durch eine Bergwerkskatastrophe eingeschlossene Menschen auf ihre Rettung warten. Im "Hörspiel-Studio" steht die deutsche Fassung von Richard Hughes "Gefahr" auf dem Programm, übersetzt von Helen Kain. In der Produktion des ORF-Studio Niederösterreich aus dem Jahr 1981 wirken Adelheid Picha, Robert Meyer und Helmut Janatsch mit, Regie: Johannes Twaroch.

Im von Ö1 heuer produzierten Bodo Hell-Stück "Mein Radio und ich -Ein Hörstück zum Sendungsbewusstsein für 9 HörerInnenstimmen und 1 Flüsterkommentar" sind Helmut Smaha, Thomas Schindler, Georg Weckwerth, Thomas Hein, Walter Zschokke, Claudia Mazanek, Hilde Unterberger, Friederike Mayröcker, Katarina Noever und Bodo Hell - er führt auch Regie - zu hören. Was Radiohörerinnen und -hörer von ihrem Lieblingsprogramm halten, was sie zu Begeisterung hinreißt oder ihre Kritik anstachelt, ist in "Mein Radio und ich" zu hören. Kopf- und Handarbeiterinnen aus Österreich kommen zu Wort, aber auch im Sendebereich lebende Hörer aus Deutschland und der Schweiz äußern sich analytisch und keck zu den diversen Formaten des Rundfunks. Der Autor Bodo Hell unterfüttert diese O-Ton-Aussagen diskret mit einem Flüsterkommentar.(ih)

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