Panta rhei: "Der Nil" als dreiteiliges ORF-"Universum"-Highlight

Alle Facetten des königlichen Flusses

Wien (OTS) - "Der Nil" ist der wichtigste Wasserweg der Menschheitsgeschichte - und Mittelpunkt der gleichnamigen opulenten und dreiteiligen "Universum" Dokumentation von Gavin Maxwell und Martha Holmes, die ab Donnerstag, dem 16. September 2004, um 20.15 Uhr in ORF 2 dem Leben spendenden Strom zu seinen Quellen, die Natur wie Zivilisation gleichermaßen speisen, folgt. Die epische Reise zeigt den großen Fluss in allen denkbaren Ansichten - unter Wasser ebenso wie aus der Vogelperspektive -, führt durch knochentrockene Wüsten, dampfende Dschungel und über schneebedeckte Gebirge. Teil zwei und drei dieser von Sabine Holzer deutsch bearbeiteten Dokumentation stehen am 21. und 23. September auf dem "Universum"-Programm.

Der Film führt 4.000 Jahre in die Vergangenheit zu einer der größten antiken Zivilisationen der Geschichte, der ägyptischen Hochkultur, die untrennbar mit den segensreichen Fluten des Nils verbunden war. Denn erst sie ermöglichten diese Blüte des Lebens in der östlichen Sahara, die jedes Jahr eine vertrocknete, öde Landschaft in eine der fruchtbarsten Regionen ganz Afrikas verwandelten. Doch diese Umstände währten nicht ewig: Zweieinhalb Jahrtausende später hat die Unberechenbarkeit der Natur der ägyptischen Zivilisation einen schweren Schlag versetzt. Klimaveränderungen ließen die Fluten des Nils schwinden und die Wüsten in die fruchtbare Region eindringen -das Todesurteil für diese außergewöhnliche Hochkultur.

Diese Serie folgt dem Lauf des Blauen Nils beginnend im äthiopischen Hochland, wie er Schluchten hinunterdonnert und sich nach langer Reise mit dem Weißen Nil vereinigt. Erst hier entsteht der Nil selbst, der seit je Mensch und Natur am Fluss prägt. Die Suche nach der Quelle des Nils wurde zu einer fixen Idee unter den Forschern des 19. Jahrhunderts. Mit nichts weiter als einem Kompass bewaffnet durchquerten hartnäckige Forscher wie Burton, Speke, Livingstone oder Stanley die unwirtlichsten Gegenden. Die Dokumentarserie zeigt, wie die Natur des Nils den Entdeckern ebenso wie der heimischen Tierwelt mit immer neuen Herausforderungen begegnete.

Für einen so großen und mächtigen Fluss gab der Nil seine Geheimnisse nur widerwillig preis. Die alten Ägypter glaubten an ein Geschenk der Götter. Die Ehrfurcht vor dem Fluss verband Pharaonen und einfache Bauern. Eine ganze Zivilisation verließ sich auf die jährliche Flut des Nils, die die Wüste in fruchtbares Ackerland verwandelte. Waren die Überschwemmungen aber zu reichlich, konnte dies Plagen biblischen Ausmaßes begründen; blieben sie hingegen aus, litt die Bevölkerung unter Dürren und Hungersnöten. So lag es auf der Hand, dass der Fauna des Nils übersinnliche Kräfte zugeschrieben wurden und eine Reihe von Tieren als Gottheiten verehrt wurde.

Die Idee, eine Dokumentation über den Nil zu drehen, hatte Richard Kirby, einer der erfahrensten und besten Tierfilmer der BBC, der bereits für die Serien "Das geheime Leben der Pflanzen", "Im Reich des russischen Bären" oder "Wildes Afrika" gearbeitet hatte. Für diese Serie verbrachte Kirby ein Jahr an den Ufern des Flusses und drehte in Ägypten, im Sudan, in Äthiopien und Uganda. Wie kein anderes Mitglied des Produktionsteams erlebte er den großen Fluss in all seinen Facetten.

Nach einem Jahr intensiver Dreharbeiten, die ihn oft von einer Location direkt zur nächsten führten, kann Richard unzählige faszinierende Geschichten erzählen. "Ich war während der Dreharbeiten kaum zu Hause", erzählt Richard, "doch all diese fantastischen Orte zu sehen, war ein unglaubliches Privileg, und ich bin glücklich, dort gewesen zu sein. Es ist vermutlich eines der bedeutendsten Projekte, an denen ich bisher gearbeitet habe, und die Drehzeit gehört zu den schönsten Jahren meines Lebens ... wundervolle Plätze und fantastische Leute, wo immer ich auch war. 'Der Nil' ist so viel mehr als einfach eine Naturdokumentation - es ist eine Geschichte über Menschen, die in Einklang mit der Natur leben. Und sie spielen jetzt eine wesentlich größere Rolle im Film, als ich anfangs gedacht habe."

Nähere Infos zum Inhalt der drei Teile sind unter http://presse.ORF.at abrufbar.

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