Wien setzt Schwerpunkte in der Jugendarbeit

Neue Synergien durch Umstrukturierungen

Wien (OTS) - Seit vielen Jahren und im Rahmen von ganz konkreten Projekten stellt die Stadt Wien immer wieder aufs Neue unter Beweis, dass Kinder und Jugendliche in dieser Stadt ernst genommen werden. Vor allem die Einladungen an die Jugendlichen, sich an Partizipationsprojekten zu beteiligen und damit die zukünftigen Entwicklungen der Stadt mit zu beeinflussen, werden begeistert angenommen.

Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Grete Laska:
"Entsprechende Modifizierungen auf der strukturellen und inhaltlichen Ebene sollen sicherstellen, dass unsere Angebote im Jugendbereich auch in Zukunft zielgruppengerecht sind und von den Kindern und Jugendlichen gerne angenommen werden. Wir legen daher oberste Priorität auf die Partizipation von Jugendlichen. Wir setzen auch auf Jugendarbeit dort, wo die Jugendlichen sind, d.h. in den Bezirken und Stadtteilen, auf Diversität und auf medienpolitische Projekte."

In den letzten 10 Jahren haben sich die Struktur und die Angebote der Wiener Jugendarbeit rasant weiterentwickelt, und in ganz Wien gibt es ein flächendeckendes Netz an Angeboten seitens der Stadt subventionierter Vereine und der koordinierenden Stelle, MA 13 -Landesjugendreferat.

Jugendliche dort abholen, wo sie sind

Die Projekte des Vereins Wiener Jugendzentren, aber vor allem die Aufsuchende Jugendarbeit, Streetwork und die Parkbetreuung haben sich außerordentlich bewährt, da die Angebote für die Kinder und Jugendlichen immer dort stattfinden, wo die Betroffenen sich aufhalten. Das Beteiligungsprojekt im 10. Bezirk zur Umgestaltung des Arthaberbades in ein Jugendzentrum ist nur ein aktuelles von vielen. Alle Angebote der MA-13 Landesjugendreferat, Koordinationsstelle für M.A.ST.A., sind bedarfs- und stadtteilorientiert und damit maßgeschneidert für die jeweiligen Bedürfnisse. Insgesamt gibt es derzeit 50 ganzjährige Projekte in Wien, die Kinder und Jugendliche außerschulisch betreuen und begleiten. Bemerkenswert ist die hohe Beteiligung der Bezirke an sämtlichen Angeboten. Im Rahmen der Mobilen und Aufsuchenden Jugendarbeit werden auf 120 öffentlichen Flächen (vorrangig Parkanlagen) Kinder und Jugendliche freizeitpädagogisch betreut. Insgesamt sind in diesen Bereichen rund 850 JugendarbeiterInnen tätig. Vizebürgermeisterin Grete Laska: "Ich bin stolz, dass wir uns bereits vor vielen Jahren dazu entschieden haben, statt Parksheriffs PädagogInnen einzusetzen. Das hat sich bewährt."

Gelebte Diversität

Diversität ist in der Jugendarbeit nicht nur ein Schlagwort, sondern wird als fixer Bestandteil der Arbeit aller Vereine/Projekte gelebt. Alle Angebote, die im außerschulischen Bereich von der Stadt subventioniert werden, richten sich an alle Kinder und Jugendlichen Wiens, egal welcher Herkunft oder Muttersprache. Oft wird mit der Zielgruppe der Jugendlichen 2. und 3. Generation und anderer Kinder und Jugendlichen, die die Unterstützung am meisten benötigen, bedarfsorientiert gearbeitet. Das bedeutet auch, dass die Angebote niederschwellig sind. Die Integrationspolitik, wie sie noch vor einigen Jahren betrieben wurde, wurde den veränderten Bedingungen angepasst. Heute geht es nicht mehr darum, spezifische Angebote an eine Minderheit zu richten, um diese zu integrieren, sondern es geht darum, Serviceleistungen und Angebote an alle BürgerInnen Wiens zu richten. "Diversität bedeutet: Im Vordergrund steht das Miteinander aller WienerInnen, wo immer sie geboren sind und welche Staatsbürgerschaft sie haben mögen", betont Integrationsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely. Überlegungen, wie v.a. die im Bereich der Jugendarbeit geschaffenen Strukturen optimiert, wie maßgeschneiderte Angebote geschaffen und wie Synergien erzielt werden können, werden Geschäftsgruppen-übergreifend angestellt. Nur so kann allen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht und eventuelle Ausgrenzungen hintangehalten werden. Jugendstadträtin Laska: "Um die Zusammenarbeit für die nächste Zukunft abzustimmen und maßgebliche Schritte für die zukünftige Jugendarbeit zu setzen, beginnen am Montag Gespräche der MA 13-Landesjugendreferat mit seitens der Stadt Wien subventionierten Vereinen."

Medienpädagogischer Schwerpunkt

In unserer heutigen Zeit spielt vor allem für Jugendliche Mediennutzung eine große Rolle. Um auch sozial benachteiligte Jugendlichen nicht zu Jugendlichen zweiter Klasse werden zu lassen, bietet die Stadt Wien viele Möglichkeiten der Nutzung Neuer Medien. Das Wiener Bildungsnetz, an das alle Wiener Pflichtschulen angeschlossen sind, ist ein Beispiel dafür. Weitere Beispiele sind die Angebote der Büchereien Wien, die ihre Medienbestände im Bereich Neuer Medien erweitert haben, aber auch Aktionen der Media Wien sowie des Medienzentrums von wienXtra. Um Synergieeffekte mit anderen Projekten, die medienpädagogische Angebote setzen, zu erzielen und Jugendlichen partizipative Prozesse zu ermöglichen, wird derzeit seitens der Stadt Wien an einer Neukonzeption dieses Bereiches gearbeitet. "Im Vordergrund" so Vizebürgermeisterin Grete Laska "steht das Bestreben, möglichst vielen Wiener Jugendlichen durch möglichst niederschwellige Angebote zu erreichen sowie eine optimale Abstimmung zwischen den bestehenden Angeboten zu erzielen."

Rückfragen & Kontakt:

Eva Gaßner
Büro Vizebürgermeisterin Laska
Mobil: 0664 / 33 60 917

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