Sima: "Probleme, die alle weltweit betreffen, müssen auch weltweit behandelt werden!"

Podiumsdiskussion: Klimaschutz- eine globale Herausforderung

Wien (SPW) - Anlässlich der Entdeckung des Ozonloches vor 30
Jahren diskutierten am Samstag als Abschluss der Sommerakademie 2004 der Wiener SPÖ Umweltstadträtin Ulli Sima, Christoph Streissler (AK), Wolfgang Mehl (Klimabündnis Österreich) und Erhard Fürst (IV) unter der Moderation von SPÖ-NR-Abg. Petra Bayr die Thematik des Klimaschutzes. Umweltstadträtin Sima stellte klar, "dass jedes Land und jede Stadt, sei sie im globalen Vergleich auch noch so klein, die Verantwortung hat Maßnahmen zu setzen und sich zu bemühen" das Kyoto-Ziel zu erreichen. Vor allem in Hinblick auf die Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen sei Klimaschutzpolitik unerlässlich, da viele Maßnahmen, die heute getroffen werden, erst in den nächsten Jahren greifen werden. Sima verwies außerdem auf die politische Verantwortung gegenüber jenen Menschen, die schon heute mit den desaströsen Auswirkungen des Klimawandels leben müssen.****

Nach dem Motto "think global, act local" trage die Stadt Wien schon jetzt maßgeblich zum Klimaschutz bei. Etwa durch das THEWOSAN-Projekt in Zuge dessen Altbaubestände in Wien thermisch saniert werden. Dieses Projekt komme allen Wienerinnen und Wienern zugute, denn einerseits würden Heizkosten eingespart und andererseits schaffe das Projekt Arbeitsplätze. Und natürlich werde die CO2- Emission in der Hauptstadt verringert. Großes Lob für das Projekt kam auch vom Geschäftsführer des "Klimabündnis Österreich", Wolfgang Mehl: "Das größte Einzelpotential, das Österreich hat ist die Sanierung des Altbaubestandes".

In der Podiumsdiskussion wurde allerdings auch offensichtlich, in welchem Spannungsverhältnis Klimaschutzbestrebungen zu den Interessen der Industrie stehen. Während Ulli Sima sich für Projekte mit Nachhaltigkeit stark machte und Pioniergeist und mehr Mut bei der Unterstützung des Projektes Ökostrom forderte, konstatierte Erhard Fürst, Bereichsleiter Industriepolitik & Ökonomie der Industriellenvereinigung die Verantwortlichkeit der Betriebe gegenüber ihren Aktionären.

Passend zu den Wiener Visionen, in deren Zeichen die Sommerakademie stand, wurde Ausblick auf Alternativen gegeben, wobei eine Notwendigkeit der Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zur erneuerbaren Energiequellen außer Frage gestellt wurde. Um eine Effizienzsteigerung beim Gebrauch erneuerbarer Energien herbeizuführen sei die Forschung gefordert. Ulli Sima: "Ich wünsche mir, dass das Geld, das derzeit in die Nuklearforschung geht, im Bereich der erneuerbaren Energien eingesetzt wird, dann hätten wir innerhalb einiger Jahre einen Quantensprung erreicht, zumindest in der Forschung." Moderatorin Petra Bayr hielt abschließend fest, dass eine Abkehr vom Neoliberalismus und eine Demokratisierung der Wirtschaft notwendig sei, um allen Menschen ein gerechtes, menschenwürdiges Leben garantieren zu können, da "Menschen mehr zählen als die Wertschöpfung der Industrie". (Schluss) lw/gd

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: ++43/ 01/ 53 427-235
wien.presse@spoe.at
http://www.wien.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW0004