Darabos: Völlig abgehobener Kanzler, der sich als Schutzmantelmadonna bezeichnet

Wien (SK) "Wie abgehoben muss ein Regierungschef sein, wenn
er sich wie Kanzler Schüssel gestern im ORF-Sommergespräch, als Schutzmantelmadonna der Beschäftigten bezeichnet, obwohl die Realität zeigt, dass die Probleme am Arbeitsmarkt noch nie so groß waren wie jetzt, und dass die Arbeitslosigkeit die höchste seit Jahrzehnten ist", kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos Samstag die Aussagen von Schüssel im ORF-Sommergespräch. ****

So verwendete Schüssel den Begriff Schutzmantelmadonna im Zusammenhang mit den Privatisierungsversuchen der Regierung bei der Telekom und bei der VA Tech, die unüberlegt und wirtschaftspolitisch nicht nachvollziehbar vorgenommen wurden und wodurch viele Arbeitsplätze wie auch der Wirtschaftsstandort Österreich gefährdet wurden, so Darabos. "Diese Aussage reiht sich nahtlos in die völlig verfehlte Schönwetterpolitik der Regierung ein. Damit schürt Schüssel vor allem die Enttäuschungen der Bevölkerung. Die berechtigten Sorgen der Menschen können damit keineswegs ausgeräumt werden", unterstrich der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.

Die Inszenierung der Regierungsmaßnahmen und die Realität der Auswirkungen auf die Bevölkerung könne gar nicht weiter auseinander klaffen, so Darabos. Als weiteres Beispiel nannte er die Pensionskürzungsreform, die keine echte Harmonisierung mit sich bringe und zu keiner Gleichstellung zwischen ASVG-Versicherten und anderen führe. "Klein- und Mittelpensionen haben die gesamte Last dieser verfehlten Maßnahmen zu tragen", kritisierte der SPÖ-Politiker. "Hier schließt sich auch der Kreis. Wenn sich Schüssel als Schutzmantelmadonna bezeichnet, dann kann man das nur als gefährliche Drohung auffassen", schloss Darabos. (Schluss) ns

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