Pensionsreform: Neuerliche Kritik der SPÖ-Kärnten

Schaunig: Wenn eine Kärntner Handeslangestellte mit etwa 1000,00 Euro netto monatlich 244,64 Euro verliert, ist das schlichtweg modernes Raubrittertum

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Kärntner SozialdemokratInnen nahmen am Freitag neuerlich die Pensionspläne der schwarz-blauen Bundesregierung scharf unter Beschuss. Der Grund: Frauen unter 50 zählen zu den großen VerliererInnen der Vorhaben der Regierung. Die Frauenreferentin des Landes Kärnten, LR Gaby Schaunig nannte die Regierungspläne "schlichtweg modernes Raubrittertum".

"Der völlig unzureichende Anpassungsfaktor für länger zurückliegende Beiträge und die lebenslange Durchrechnung bringen insbesondere Frauen unter 50 in eine missliche Lage. Ich gehe davon aus, dass die Altersarmut rapide ansteigen wird", warnte Schaunig und ergänzte:
"Viele Kärntnerinnen sind länger bei den Kindern zu Hause geblieben, die Regierung will dies nun nicht ausreichend anrechnen." Außerdem haben viele Frauen längere Zeit in Teilzeitbeschäftigung verbracht. Schaunig: "Derzeitig müssen wir bei vielen Kärntnerinnen von einer Durchschnittspension, die unter 700 Euro liegt ausgehen, da sind die Reformschritte der Bundesregierung einfach ungerecht und verantwortungslos."

Bei Umsetzung der Harmonisierungspläne fallen viele Frauenpensionen durch die Erhöhung der Durchrechnung auf 40 Jahre auf die derzeitige Mindestpension von 624,78 Euro netto und im Falle von verheirateten Frauen sogar darunter (ASVG-Ausgleichszulagenrichtsätze 2004: 624,78 Nettopension für Alleinstehende, 970,85 für Ehepaare).

"Wenn eine Klagenfurter Handeslangestellte derzeit Euro 1.000,00 netto monatlich verdient, 41 Jahre alt ist, 2 Kinder hat, 8 Jahre Kindererziehungszeiten aufzuweisen hat, und etwa ihr halbes Berufsleben in Teilzeitbeschäftigung war, dann verliert sie durch die Pensionspläne der schwarz-blauen Regierung 38 % oder Euro 342,00", erklärte Schaunig. Schuld daran sind der Verlust der Pensionsreform 2003 (10 %) und die Lebensdurchrechnung (mindestens 28%). Rechnet man die Erhöhung der Bemessungsgrundlage für 8 Jahre Kindererziehungszeiten (pro Jahr Euro 12,17) dazu, ergibt selbige ein Plus von Euro 97,36. "Bleibt also in Summe ein Pensionsverlust für die betroffene Frau von Euro 244,64 im Monat. Das ist völlig inakzeptabel und macht Frauen zu Verliererinnen, das sollte auch dem Kärntner Landeshauptmann trotz seiner Pensionsjubelstimmung klar sein." (Schluss)

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