Häupl: "Wir wollen ein Rotes Wien der Zukunft!"

Sommerakademie 2004 der Wiener SPÖ - Wiener Visionen gestern - heute - morgen

Wien (SPW) - Als Auftakt der Sommerakademie 2004 der Wiener SPÖ diskutierten am Freitag Abend die Altbürgermeister Leopold Gratz und Helmut Zilk sowie das amtierende Wiener Stadtoberhaupt Michael Häupl "Wiener Visionen" sowie Stadtgeschichte der letzten 30 Jahre. In der Diskussion "Wiener Visionen. gestern - heute - morgen" wurde zunächst auf zahlreiche infrastrukturelle Errungenschaften, wie die Errichtung der Donauinsel oder des U- Bahn-Netzes oder den Bau der UNO- City, welcher zweifellos auch integrative Funktionen hatte, Rückschau gehalten. Alle drei Bürgermeister verwiesen auf ihr Politikverständnis, wonach die Interessen der Menschen im Mittelpunkt stünden. Gratz: "Planung und Stadtentwicklung ohne Wertevorstellungen ist ein Unfug!". Häupl sieht daher auch das "Matschgern" der WienerInnen durchaus positiv, weil es immer wieder Anlass für Verbesserungen gebe. Er sei stolz darauf, dass die Wienerinnen und Wiener so zufrieden mit ihrer Stadt sind. ****

Eines der Hauptanliegen von Gratz, Zilk und Häupl ist die Gesundheitspolitik und Altenversorgung. Alle drei waren sich einig, dass es in der Gesundheitspolitik keine Kosten-Nutzen-Rechnung geben könne. Häupl: "Der technische Fortschritt im medizinischen Bereich darf nicht nur jenen zugute kommen, die sich das leisten können!" Für Häupl stellt auch die Internationalisierung einen wichtigen Bestandteil der Wiener Stadtpolitik dar. Er verwies auf die heute "wesentlich höhere Bedeutung der Städte in der Außenpolitik" und stellte klar, dass Internationalisierung mit dem EU- Beitritt einen "organisierten und institutionellen Charakter" erhalten hat.

Die Stoßrichtung der sozialdemokratischen Politik werde in den nächsten Jahren vor allem dahin gehen, die ökonomische Handlungsfähigkeit durch Förderung von Technologie und Forschung wiederzugewinnen und die ökonomische Freiheit vor allem in den Zukunftsbranchen wiederherzustellen. In diesen Bereichen versucht Wien schon jetzt zu subsidiieren, beispielsweise in den Clustern Biotechnologie und Telekommunikation. Diese Schwerpunktsetzung werde sich laut Bürgermeister Häupl vor allem in einer Bildungspolitik niederschlagen, die breitere Bandbreiten abdecken soll um Arbeitsplatzflexibilität zu unterstützen. Durch diese durchdachte Technologie- Forschungs- und Ausbildungspolitik würden in Wien Arbeitsplätze gesichert.

Abschließend stellte Häupl fest, dass Integrationspolitik auch weiterhin ein wichtiges Arbeitsfeld der Wiener Landesregierung sein werde. Der Bürgermeister steht dazu, dass "maßvolle Zuwanderung" gut für Wien ist: "Die Diversität der Kulturen muss gelebt und genosen werden, wie ein schöner Blumenstrauß." Häupl ist zutiefst überzeugt davon "dass die Sozialdemokratie in Wien nicht nur in der Vergangenheit gute Rezepte hatte, in dem großen Roten Wien und dem Wien, wie es sich heute präsentiert. Sondern wir wollen auch ein Rotes Wien der Zukunft! Und an dem arbeiten wir." (Schluss) lw/gd

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