Dolinschek: Regierung setzt Pensionsharmonisierung um

Verbesserungen für Schwerarbeiter und Langzeitversicherte

Wien, 2004-09-07 (fpd) - Die heutige Kritik der Opposition im Zusammenhang mit der Pensionsharmonisierung gehe völlig ins Leere. "Die Sozialisten haben in dreißig Jahren Regierungsverantwortung weder Verbesserungen für Schwerarbeiter noch für Langzeitversicherte erreicht", so FPÖ-Sozialsprecher Sigisbert Dolinschek. *****

Das nicht locker lassen und hartnäckige Verhandeln der Freiheitlichen habe zu diesem guten Ergebnis geführt. Mit der heutigen Einigung zur Harmonisierung der Pensionssysteme schaffen die Regierungsparteien FPÖ und ÖVP erstmals ein einheitliches Pensionssystem für die nächsten Jahrzehnte, zeigte Dolinschek hocherfreut. "Es ist ein zukunftssicheres Modell, das alle unter 50 Jährigen in ein neues gemeinsames Pensionssystem einbezieht und die Pensionen für die heute Jugendlichen sicherstellt."

Um ein einheitliches Pensionssystem zu schaffen, war es notwendig, eine tiefgehende und sehr breite Diskussion zu führen. Die soziaverträglich gestaltete Umstellungsphase ermöglicht es Frauen mit 40 Beitragsjahren und Männern mit 45 Beitragsjahren bis 2010 mit 55 bzw. 60 Jahren in Pension zu gehen. Kindererziehungszeiten werden bis zu 60 Monate, Präsenz- und Zivildienstzeiten bis zu 30 Monate angerechnet. Durch die Halbierung des Verlustdeckels von 10 auf 5 Prozent wirken sich die Abschläge aus dem früheren Pensionsantritt nicht aus. Für Schwerarbeit wird pro Jahr in dieser Tätigkeit ein Anspruch auf drei Monate früheren Ruhestandsantritt geschaffen. "Nach 15 Schwerarbeitsjahren wird pro Jahr in dieser Tätigkeit ein Anspruch von drei Monaten früheren Ruhestands ermöglicht", so Dolinschek. Für 15 Jahre Schwerarbeit gilt ein besonders begünstigter Abschlag von 2,1 Prozent, der pro Jahr weiterer Schwerarbeit um 0,05 Prozent sinkt.

Ein einheitliches Pensionssystem für alle, Fairness zwischen den Berufsgruppen, Sicherheit für erworbene Ansprüche, Verbesserungen der Eigenpension für Frauen, Anerkennung besonderer Erschwernisse der Arbeitswelt sowie eine Verbesserung für Langzeitversicherte, fasste der freiheitliche Sozialsprecher die Eckpunkte des Begutachtungsentwurfes abschließend zusammen.

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