ÖH: Erste Gespräche

ÖH von der Gesprächsbereitschaft des Bildungsministeriums enttäuscht

Wien (OTS) - Seit Jänner weigerte sich Ministerin Gehrer (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kunst) behaarlich Gespräche mit der ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) über jene tausende ausländische Studierende aufzunehmen die auf Grund einer Verordnung voraussichtlich nächstes Semester den doppelten Studienbeitrag bezahlen werden müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass sie kaum die Möglichkeit haben, in Österreich einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Nach der Aktion der ÖH, die über die Medien eine breite Öffentlichkeit erreicht hatte, war Sektionschef Sigurd Höllinger endlich zu einem Gespräch bereit. Das Ergebnis ist jedoch mehr als enttäuschend:

"Höllinger signalisierte zwar, dass er mit dem derzeitigen Stand der Dinge nicht zufrieden sei, stellte jedoch zugleich klar, dass er nicht in der Lage sei, an der für die ausländischen Studierenden katastrophalen Situation irgendetwas zu ändern.", äußert sich Barbara Wittinger aus dem Vorsitzteam der ÖH über das Gespräche. "Die Aussage von Sektionschef Höllinger, das jegliche finanzielle Unterstützung für jene Studierenden von den Unis abhängt, kann für uns nur zu dem Schluss führen, dass jene Studierende die von dieser Verordnung betroffen sind in die Schwarzarbeit oder zum Abbruch ihres Studiums gedrängt werden", so Wittinger weiter.

"Laut Höllinger hat das Ministerium keinen Cent Geld dafür übrig ihn für universitätspolitische Maßnahmen einzusetzen", führt Patrice Fuchs aus dem Vorsitzteam weiter aus, "Durch die alleinige Schuldzuweisung an das UG02, welches ihnen die Hände binden würde, nimmt sich das Ministerium jegliche bildungspolitische Kompetenz. Stellt sich die Frage wozu wir in solchen Angelegenheiten noch ein Bildungsministerium brauchen", schließt Fuchs.

"Zu hoffen bleibt das sich die Nachfolge von Benita Ferrero-Waldner ernsthaft dem Problem der fehlenden Entwicklungszusammenarbeit annehmen wird und eine vernünftige Lösung für die Betroffenen schafft", meint das Vorsitzteam unisono.

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