Kräuter zu ESTAG: "Glatte Unwahrheit und kein Respekt vor öffentlichem Eigentum!"

Klasnic soll vor Untersuchungsausschuss 60-Prozent-Management-Kostensenkung vorrechnen

Wien (SK) Scharfe Kritik ernten die beiden neuen ESTAG-Vorstände Karl-Franz Maier und Franz Kailbauer von SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter im Zusammenhang mit ihren gestrigen öffentlichen Aussagen. Kräuter: "Die Befürchtungen, dass von Ditz, Klasnic und Co ein bestenfalls zweitklassiges Managerduo an die Spitze der ESTAG gehievt wurde, haben sich leider bewahrheitet. Die Branchenneulinge haben nicht nur die glatte Unwahrheit gesagt, sondern sind offensichtlich auch nicht in der Lage, Grundprinzipien des Rechtsstaates und des Umgangs mit öffentlichem Eigentum zu erkennen und zu respektieren." ****

So sei die Behauptung der Manager, "die Kosten für das Top-Management seien um 60 Prozent gesunken", eine öffentliche Falschdarstellung. Kräuter: "Ich fordere Eigentümervertreterin Waltraud Klasnic auf, am Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss des Landtages die angebliche 60-prozentige Kostensenkung des Topmanagements vorzurechnen. Nach meinem gesicherten Informationsstand verdient keiner des bisherigen Vorstandsdutzends auch nur einen Euro weniger." So sei beispielsweise Hubert Zankel, der für das Energiepark-Donawitz-Debakel hauptverantwortliche Vorstand, zwar mittlerweile ohne Titel, aber keineswegs ohne Mittel." Wenn man bedenke, dass die gefeuerten Manager fürstlich entlohnt wurden, jetzt zwei neue Superverdiener dazugekommen sind, dürfe man gespannt auf die Klasnic-Darstellung der "60-Prozent-Top-Management-Kosten-Senkung" vor dem Untersuchungsausschuss sein.

Weiters kritisiert Kräuter die geradezu abfälligen Bemerkungen von Maier und Kailbauer gegenüber der Hauptkritik des Rechnungshofes:
"Privates Mitkassieren von Leuten, denen öffentliches Eigentum anvertraut wurde, mit 'Marginalien und schlechter Optik' abzutun, ist eine Ungeheuerlichkeit. Ich fordere beide Herren auf, ihre Respektlosigkeit vor Erkenntnissen des Rechnungshofes einzustellen und sich darüber klar zu werden, dass sie für öffentliches Eigentum verantwortlich sind und ihre überhöhte Gage nicht vom Herrn Ditz, sondern vom steirischen Steuerzahler beziehen." (Schluss) ps/mp

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