Schon mehr als 15.000 Frauen ohne Job

Arbeitslosigkeit in OÖ wieder stärker als im Bundesdurchschnitt gestiegen

Linz (OTS) - "Schönfärberei ist absolut nicht angebracht. Die Arbeitslosigkeit in Österreich hat im August den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht. In Oberösterreich ist die Arbeitslosigkeit gegenüber August 2003 neuerlich um 1,7 Prozent und damit stärker als im Bundesschnitt (+0,8 Prozent) gestiegen. Besonders dramatisch: der Zuwachs bei der Arbeitslosigkeit trifft in Oberösterreich fast ausschließlich die Frauen!", zeigt SPÖ-Landesparteichef LH-Stv. Erich Haider auf und fordert von der ÖVP in Bund und Land endlich aktive Arbeitsmarktpolitik. "Nicht gratis länger arbeiten, wie sich das die ÖVP-Wirtschaftslobby wünscht, sondern nur eine echte Bildungs- und Ausbildungsoffensive kann Abhilfe schaffen!"

Ende August waren in Oberösterreich 22.118 Personen arbeitslos gemeldet. 6517 befanden sich in Schulungen, insgesamt sind also 28.635 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ohne Job. Während österreichweit die Zahl beschäftigungsloser Frauen um 2,6 Prozent zunahm, sind in Oberösterreich mit 12.003 Frauen um 3,2 Prozent mehr arbeitslos gemeldet als im Bundesschnitt. Mit den 3358 Frauen in Schulung sind 15.361 Oberösterreicherinnen ohne Beschäftigung.

Der Anteil der jugendlichen Arbeitslosen im Alter von 15 bis 25 ist in Oberösterreich mit 22,9 Prozent wesentlich höher als im Bundesdurchschnitt (16,6 Prozent). 5054 Jugendliche sind arbeitslos gemeldet, 2206 in Schulung. Insgesamt sind 7260 oberösterreichische Jugendliche auf Jobsuche.
Kein Grund zur Entwarnung auch auf dem Lehrstellensektor: 1589 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden stehen 423 gemeldete offene Lehrstellen gegenüber. Zwar ist die Zahl der Lehrstellensuchenden gegenüber August 2003 um 6,4 Prozent gesunken, die Zahl der Lehrstellen dagegen um 30,9 Prozent zurück gegangen.

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