Swoboda: Europa muss für eine alternative Form der Globalisierung kämpfen

Buchpräsentation "Strawberries in Winter - On Global Governance"

Wien(SK) "Es gibt keine Alternative zur Globalisierung, aber es gibt andere Wege der Globalisierung, als jene die derzeit beschritten werden", betonte SPÖ-Abgeordneter zum Europaparlament Hannes Swoboda am Montag Abend im Rahmen der Buchpräsentation des jüngsten Werkes von Thomas Nowotny "Strawberries in Winter - On Global Governance". "Europa darf die Augen nicht verschließen und nicht dem falschen, dem anglo-amerikanischen Modell nachlaufen", zeigte sich Swoboda überzeugt - und trat für ein Europa ein, dass noch mehr als jetzt für eine alternative Form zur derzeitigen Globalisierung kämpft. Nowotny versucht mit seinem Buch den Menschen zum Nachdenken zu bringen. Mit Fragen wie "Was sind die großen Entwicklungen im internationalen System, die es möglich machen, dass man im Winter im Supermarkt Erdbeeren kaufen kann?" sollen die Leser auf die immer stärker werdende Komplexität des Weltsystems aufmerksam gemacht werden. Entwicklungen in den letzten 50 Jahren, wie die Verdreifachung des globalen Reichtums, die Verdoppelung der Weltbevölkerung, aber auch die Existenz von Kunstdünger, Mikrochips und der Atombombe werden dabei nachgezeichnet und die Konsequenzen daraus gezogen. ****

"Europa muss für eine sozialere Dimension in der internationalen Entwicklung kämpfen", unterstrich Swoboda. Nicht nur aus moralischen, sondern auch aus ökonomischen Gründen. Die wirtschaftliche Entwicklung hänge von der Situation der Arbeitnehmer ab, wies Swoboda auf die Problematik der Unterkonsumption hin - und schloss daraus, dass eine unsoziale Entwicklung auch ökonomisch nicht sinnvoll sei.

Gegenüber der USA betreibe die EU noch eine "relativ fortschrittliche Politik", bemerkte Swoboda - bei aller Kritik an den unsozialen Elementen in Europa. Der SPÖ-Europaparlamentarier ging dabei konkret auf die unterschiedliche Relevanz der Ökologie und das unterschiedliche Sicherheitsverständnis der USA und Europa ein. So habe das "alte Europa" gut daran getan, sich nicht an der politisch "falschen" Aktion im Irak zu beteiligen. Allgemein müsse sich Europa mehr der Konfliktverhütung und Friedensschaffung verschreiben und hier auf der internationalen Ebene eine größere Rolle spielen. (Schluss) lm

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