OeNB - OeNB-Gouverneur Dr. Klaus Liebscher als großer Österreicher und überzeugter Europäer geehrt

Wien (OTS) - Dr. Klaus Liebscher, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank und Mitglied des EZB-Rates, feierte am 12. Juli 2004 seinen 65. Geburtstag.

Bedingt durch das plötzliche Ableben von Herrn Bundespräsident Dr. Thomas Klestil im Juli d.J. lud die OeNB nun später als ursprünglich beabsichtigt am 6. September 2004 zu einem Empfang zu Ehren des Jubilars. Neben den Laudatoren, Herrn Bundespräsident Univ.-Prof. Dr. Heinz Fischer, Herrn Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und Herrn Finanzminister Mag. Karl-Heinz Grasser waren Hunderte führende Repräsentanten aus den Bereichen der Kirche, Politik, Justiz und Sicherheit, Wirtschaft und Sozialpartnerschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft der Einladung von OeNB-Präsident Herbert Schimetschek gefolgt, der dem Jubilar gemeinsam mit Herrn Vize-Gouverneur Dr. Wolfgang Duchatczek die besten Glückwünsche des Generalrates, des Direktoriums, des Betriebsrates und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OeNB überbrachte.

Gouverneur Liebscher wurde als großer Österreicher und überzeugter Europäer geehrt. Präsident Schimetschek wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass der persönliche Werdegang von Dr. Liebscher nahezu perfekt der historischen Transformationsarbeit gefolgt sei, die in Österreich und auch in ganz Europa in den vergangenen 60 Jahren geleistet wurde und die unser Land mittlerweile zum viertreichsten Land der Europäischen Union geführt hat. Gouverneur Liebscher habe sich in dieser Zeit zu einem wichtigen und erfahrenen Akteur dieses herausragenden Abschnitts unserer Zeit- und Wirtschaftsgeschichte entwickelt, was auch seine zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen sowie seine vielseitigen Aktivitäten in den Bereichen der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sehr eindrucksvoll belegen.

Der berufliche Werdegang Dr. Klaus Liebschers führte ihn über die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (Generaldirektor von 1988 bis 1995) und über die Wiener Börse (Präsident der Wiener Börsekammer von 1990 bis 1995) in die Oesterreichische Nationalbank. Dort wirkte er ab Juni 1995 zunächst als ihr Präsident, seit September 1998 als ihr Gouverneur unter anderem ganz wesentlich an der Etablierung der europäischen Währungsunion und der Einführung des Euro "als einem Symbol für die fortgeschrittene Integration Europas", wie Präsident Schimetschek betonte, mit.

Gouverneur Liebscher ist seit Juni 1998 auch Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank, welcher vorrangig für die Gewährleistung von Preisstabilität und damit die Erhaltung der Kaufkraft von rund 300 Millionen in der Währungsunion lebenden Menschen Sorge trägt. Er vertritt auch die OeNB im Gouverneursrat der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und ist österreichischer Gouverneur beim Internationalen Währungsfonds (IWF) - "zwei internationale Institutionen, die den Weg Europas in seine globale Verantwortung sehr gut repräsentieren".

Präsident Schimetschek gab bekannt, dass die OeNB anlässlich des besonderen Geburtstages von Gouverneur Liebscher und in Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die Teilnahme Österreichs an der europäischen Währungsunion sowie generell um die europäische Integration einen "Klaus Liebscher Preis" eingerichtet hat. Mit dem Preis in Höhe von 20.000 Euro p.a. sollen jährlich zwei hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Währungsunion und der europäischen Integration für junge Wissenschafter aus der Europäischen Union (EU-25) und den EU-Beitrittsländern prämiert werden. Die Verleihung der Preise soll jährlich jeweils im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Tagung der OeNB erfolgen.

Darüber hinaus überreichte Präsident Schimetschek dem Gouverneur einen handsignierten "Original-Kalina", "den es - zum Unterschied von den Milliarden Stück Euro-Banknoten - in dieser Form weltweit nur ein einziges Mal gibt". Die Collage in Form einer stilisierten Banknote portraitiert Gouverneur Liebscher als integrative Persönlichkeit Österreichs und Europas, zeichnet seinen beruflichen Werdegang nach, stellt ihn als weltoffenen "Brückenbauer" sowohl für österreichische als auch für europäische Belange dar und ist untrennbar mit seinem Wirken beim Übergang vom Schilling zum Euro verbunden.

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