Obernosterer: Finanzpolitik zu Lasten der Tourismusbetriebe

Budget der Kärnten Werbung darf auf keinen Fall gekürzt werden. Investitionen bei Strategieentwicklung und Marktbeobachtung dringend notwendig

Klagenfurt (OTS) - Eine ganz klare Ablehnung zur von der
blau-roten Koalition geplanten Budgetkürzung in Höhe von 2 Mio. Euro ab 2005 bei der Kärnten Werbung kommt von Tourismussprecher Gabriel Obernosterer. "Kärnten hinkt bei den Budgetmitteln für die Bewerbung des Landes ohnehin weit hinter anderen Bundesländern hintennach. Bei einem Gesamtbudget von 10 Mio. Euro noch 2 Mio. zu streichen, ist unverantwortlich allen Tourismusunternehmern gegenüber", sagt Obernosterer. Bei einem Schuldenstand von 1.400 Mio. Euro sei dies übrigens auch kein nachhaltiger Beitrag zur Schuldenreduktion...

Der Konkurrenzkampf auf den umliegenden Märken steige ständig, daher sei alleine aus diesem Grund eine Rücknahme der Budgetmittel nicht akzeptabel.

"Ratsamer wäre es auf jeden Fall, die Schnellschuss-Aktionen, die keine Nachhaltigkeit haben, auf Null zu reduzieren und im Sinne der Tourismusbetriebe des Landes eine langfristige Strategie zu verfolgen", so Obernosterer. Jeder Unternehmer plane längerfristig nur der Tourismusreferent glaube, Kärnten könne auf eine Strategie verzichten.

So lange der Finanzreferent Billigflieger finanziere ohne dafür ein ordentliches Marketingkonzept zu erstellen und ohne eine laufende Marktbeobachtung zu forcieren, sei jeder Euro hinausgeworfen. "Wenn die Erkenntnis aus einem Klagenfurt-Rom-Flug lautet, dass Italiener Kärnten nicht kennen, ist eine Reduktion der Werbemittel als fahrlässig zu sehen", sagt der Touristiker. Offen bleibe dabei die Frage, was der Tourismusreferent die letzten fünf Jahre für die italienischen Markt getan habe. "Immerhin wendet die Kärnten Werbung 16 % des PR-Budgets für Italien auf. Das ist der drittstärkste Posten im PR-Budget", weist der Touristiker hin.
Alleine die Personalkosten der Kärnten Werbung würden sich laut Obernosterer auf 1,66 Mio. Euro belaufen. "Die Anzahl der Mitarbeiter mit 29 für 2004 hat einen Höchststand erreicht, das Geld für die Werbe-Maßnahmen jedoch wird laufend reduziert", hält Obernosterer fest.

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