Grossmann: Keine halben Sachen bei der Kinderbetreuung - qualitätsvolle Kinderbetreuung statt billige Aufbewahrungsstätten

Wien (SK) "Das Rezept ist einfach: Jahrzehntelange SPÖ-Forderungen, die von der ÖVP auch in Zeiten der großen Koalition immer abgeblockt wurden, werden abgekupfert und als der große Wurf gefeiert. So geschehen bei der Diskussion über gleichgeschlechtliche Partnerschaften oder jetzt auch aktuell bei ganztägigen Schulformen in der Steiermark", kritisierte Elisabeth Grossmann, Kinder- und Jugendsprecherin der SPÖ am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Nun freut es uns Sozialdemokratinnen natürlich, wenn unsere Ideen über Umwege doch Früchte tragen, nur sollten es keine faulen Äpfel sein, schon gar nicht, wenn es um unsere Kinder und Jugendlichen geht. Das ab kommenden Schuljahr in der Steiermark mögliche Modell der Tagesschule ist so ein fauler Kompromiss, der von der Verlegenheit ablenken soll, dass die ÖVP das Problem fehlender Kinderbetreuungsplätze jahrelang beharrlich ignoriert hat. Lediglich fünf zusätzliche vom Land finanzierte Stunden, kaum Anforderungen an die personelle oder räumliche Ausstattung der Schule unterlaufen bereits bestehende qualitätsvolle Nachmittagsbetreuungsformen, wie die Horte. Wenn sich die ÖVP schon nicht zur pädagogisch sinnvollsten und international gebräuchlichsten Form der echten Ganztagesschule durchringen kann, sollte sie sich wenigstens zu bestehenden qualitätsvollen Kinderbetreuungseinrichtungen bekennen und diese flächendeckend ausbauen, statt parallel dazu billige "Aufbewahrungsstätten" einzurichten, schloss Grossmann. (Schluss) up/mp

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