Oxonitsch zum Ableben von Stadtrat a.D. Rudolf Wurzer

Wien (SPW-K) - Mit tiefer Betroffenheit reagierte der Wiener SPÖ-Klubchef Christian Oxonitsch auf das heute bekannt gewordene Ableben des ehemaligen Wiener Planungsstadtrat Univ.Prof. Dipl.-Ing. DDr. Rudolf Wurzer. "Das Wirken Prof. Wurzers hat nachhaltige Spuren in unserer Stadt hinterlassen - so fallen in seine Amtszeit unter anderem die Neugestaltung des Karlsplatzes, die Planung für das UNO-Konferenzzentrum, die Verwirklichung des totalen Hochwasserschutzes in Form des Entlastungsgerinnes und der Donauinsel oder der Beschluss des Verkehrskonzeptes im Jahr 1980." Wurzer ist in der Vorwoche im Alter von 84 Jahren verstorben.****

Der am 3. Mai 1920 in Mörtschach bei Heiligenblut in Kärnten geborene Rudolf Wurzer war von 1976 bis 1983 amtsführender Wiener Stadtrat für die Verwaltungsgruppe "Stadtplanung". Nach dem Studium der Architektur war Wurzer zunächst Leiter der Abteilung "Landesplanung" beim Amt der Kärntner Landesregierung. 1954 konnte sich Wurzer für die Fachgebiete "Städtebau und Landesplanung" an der Technischen Hochschule Wien habilitieren und wurde 1959 zum Ordinarius für Städtebau, Raumplanung und Raumordnung an der Technischen Hochschule Wien ernannt. 1960 wurde Rudolf Wurzer für einen Zeitraum von zwei Jahren zum Vorsitzenden des "Fachbeirates für Stadtplanung" der Stadt Wien bestellt.

1976 wurde Rudolf Wurzer vom damaligen Bürgermeister Leopold Gratz zum amtsführenden Stadtrat für die Verwaltungsgruppe "Stadtplanung" gewählt. Eine seiner ersten Aufgaben war die Leitung der Ausarbeitung eines Stadtentwicklungsplanes. Zu den wichtigsten Maßnahmen seiner Amtszeit zählt die Neugestaltung des Karlsplatzes, der Abschluss der Planung des Donaubereiches Wien und mir ihr die Verwirklichung des totalen Hochwasserschutzes in Form des Entlastungsgerinnes und der Donauinsel, der Beschluss des Verkehrskonzeptes für Wien im April 1980, die Planung für das UNO-Konferenzzentrum, Wettbewerbe um die Neugestaltung des Wienerberggeländes und von Teilen des Nordbahnhofgeländes sowie der Neubau der Reichsbrücke, der Floridsdorfer Brücke und der Brigittenauer Brücke.

Weiters geht auch die Gründung der "Planungsgemeinschaft Ost", die strukturell bedingte Zusammenarbeit der Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland, geht auf eine 1978 von Wurzer initiierte Ländervereinbarung zurück. 1980 wurde Wurzer zum ständigen Mitglied des Denkmalbeirates beim Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung sowie zum Ehren-Vizepräsident der Internationalen Federation for Housing an Planning in Den Haag ernannt. Von 1981 bis Mai 1983 fungierte er als Vorsitzender des Raumordnungsausschusses des Österreichischen Städtebundes.

Als Professor der Technischen Universität Wien wurde Prof. Wurzer mit Ende September 1990 emeritiert. Aus seiner Feder stammen zahlreiche Veröffentlichungen sowie Planungsarbeiten und Gutachten. An wissenschaftlichen Auszeichnungen erhielt er die Ehrendoktorate der Technischen Universität Budapest und der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar. Neben zahlreichen öffentlichen Ehrungen wurde Rudolf Wurzer 1984 der Titel eines Bürgers der Stadt Wien verliehen. 2001 wurde anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Studienrichtung Raumplanung der Rudolf-Wurzer-Preis ins Leben gerufen, der von der Stadt Wien mit 5.000 Euro finanziert und alle zwei Jahre vergeben wird.

"Prof. Wurzer hat in der Wiener Stadtplanung nachhaltige Akzente gesetzt - wir werden ihm und seinem engagierten Wirken für unsere Stadt ein ehrendes Andenken bewahren", schloss Oxonitsch. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Klub Rathaus, Presse
Mag. Michaela Zlamal
Tel.: (01) 4000-81930
Mobil: 0664 826 84 31
michaela.zlamal@spw.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10002