Brosz: LehrerInnenrückgang ist Folge des Finanzausgleichs

Grüne für neuen Berechnungsmodus

Wien (OTS) - "Die gegenwärtige Entwicklung bei den PflichtschullehrerInnen führt schnurstracks in die Sackgasse. Gerade jetzt könnten die KlassenschülerInnenzahlen ohne zusätzliche Mittel gesenkt werden. In der Praxis passiert genau das Gegenteil: Obwohl die SchülerInnenzahl österreichweit stark zurückgeht, sitzen immer mehr SchülerInnen in den Klassen," so der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz. Beim letzten Finanzausgleich wurden zudem die Verhältniszahlen mit Zustimmung der SPÖ verschärft, was zu einer Erhöhung der SchülerInnenzahl pro Klasse geführt hat.

Den Grund für diese Entwicklung sieht Brosz in der Bindung der LehrerInnenzuteilung an die Länder auf Basis der SchülerInnenzahl. Pro SchülerIn werden LehrerInnen zugeteilt. Mit Absinken der SchülerInnenzahlen sinken damit auch die LehrerInnenzahlen.

Die Grünen fordern eine Abkehr von der reinen Verhältnisberechnung. "Wer die Anzahl von 14 % lernschwacher SchülerInnen am Ende der Schulpflicht ernsthaft reduzieren will, muss das System verbessern. Nur von Weltklasse zu reden, ist nicht genug. Abgesehen von der Reduzierung der KlassenschülerInnenhöchstzahlen setzen die Grünen vor allem auf eigenes ausgebildete FörderlehrerInnen in den Volksschulen," so Brosz weiter.

"Die Finanzausgleichsverhandlungen sind Basis für die Entwicklungen im Pflichtschulbereich in den nächsten Jahren. Der Finanzausgleich braucht im Parlament eine Zweidrittelmehrheit. Dabei ist vor allem die SPÖ gefordert, nicht wieder den Bildungsbereich zu vernachlässigen und anschließend die Kürzungen zu kritisieren," so Brosz abschließend.

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