AUCH DER VERKEHR MUSS SEINEN BEITRAG ZUR ERREICHUNG DES KYOTO-ZIELS LEISTEN

Einsatz von Biotreibstoffen ist wirksame und kostengünstige Maßnahme

Wien (OTS) - Der Verkehr ist bereits vor der Industrie der größte Emittent von CO2. Die Österreichische Klimastrategie sieht in ihrem Maßnahmenmix daher auch konkrete Beiträge des Verkehrssektors zur Erreichung des Kyoto-Ziels vor. Eine der effizientesten und kostengünstigsten Möglichkeiten ist die Beimischung von Biotreibstoffen zu den konventionellen Kraftstoffen. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft in Reaktion auf heutige Aussendungen von Arbeiterkammer und ARBÖ zur geplanten Änderung der Kraftstoffverordnung mit. ****

Die von der Arbeiterkammer alternativ vorgeschlagene Förderung von Wärmedämmung und der Ausbau der Fernwärme sind zwar ebenso wichtige Maßnahmen zur Reduktion von CO2, können einen eigenständigen Beitrag des Verkehrs zum Klimaschutz aber keinesfalls ersetzen. Biokraftstoffe stellen derzeit das einzige im größeren Maßstab technisch nutzbare Mittel dar, mit dem sich fossile Kraftstoffe durch erneuerbare Energien ersetzen lassen. Biokraftstoffe bieten überdies besonders deutliche Vorteile bei der Versorgungssicherheit. Die Umsetzung der Biokraftstoffrichtlinie ist angesichts des derzeit angespannten Rohölmarktes ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Energieselbstversorgung des österreichischen Verkehrssektors und zur Entlastung der KonsumentInnen. Die vollständige Umsetzung der Richtlinienziele für Österreich bringt eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um bis zu einer Million Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Ziels.

Abschließend empfiehlt das Lebensministerium der Arbeiterkammer, ihre Position zu nachwachsenden Rohstoffen angesichts des hohen Preisniveaus bei fossilen Treibstoffen zu überdenken. Überdies ist es unverständlich, wieso die Arbeiterkammer nach den Attacken auf das Ökostrom-Gesetz nun mit den Biokraftstoffen eine weitere Alternative zu fossilen Energieträgern aufs Korn nimmt. Dies ist weder im Interesse der KonsumentInnen noch von sauberer Luft.

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