Magistrat sperrte im 15. Bezirk zwei Rotlichtlokale

Wesentliche Verbesserungen in einem kürzlich beanstandeten Peep-Show-Lokal am Gürtel Wien (OTS) - Drei Lokalsperren, davon zwei Bordelle nahe der Äußeren Mariahilfer Straße: das ist die Bilanz einer nächtlichen konzertierten Schwerpunktaktion von Magistrat, Finanzbehörde und Polizei in Rudolfsheim-Fünfhaus. Bezirksvorsteher Walter Braun hatte diese angeordnet, nachdem bei einer Behördenaktion vor rund eineinhalb Wochen eine Reihe von Missständen festgestellt und etliche Anzeigen durch das Markt- und Bezirksamt geschrieben worden waren. Alles in Ordnung dagegen war der Zustand bei einem Peep-Show-Lokal, wo illegal beschäftigte ausländische Tänzerinnen vorgefunden worden waren. Mittlerweile gibt es dort keine "Schwarzarbeiterinnen" mehr. Auch sonst gingen die Mitarbeiter des Teams KIAB (Kontrolle von illegal beschäftigten Ausländern) leer aus.

Kammerjäger wurden im Bordell dem Schabenheer nicht Herr

Bei der Schließung des ersten Bordells fanden Mitarbeiter des Marktamtes vereinzelt Kakerlaken in einem Hinterzimmer vor. Trotz des intensiven Einsatzes von Kammerjägern in den letzten Tagen ließen sich die Tiere nicht vertreiben. Die Behörde vermutet, das ganze Haus könnte von der Kakerlaken-Plage betroffen sein. Der Grund der Schließung war schließlich das Fehlen einer Gewerbeberechtigung. Auch im zweiten gesperrten Etablissement, in dem so wie im ersten immer wieder der Prostitution nachgegangen worden war, fehlte die Gewerbeberechtigung.

Im dritten geschlossenen Betrieb, der als Vereinslokal getarnt war, konnte der Besitzer ebenso keine Gewerbeberechtigung vorweisen. Zudem fehlte hinsichtlich der Lokalgröße ein Notausgang.

Behördenpräsenz zeigt nachhaltig Wirkung

Nach Angaben des Büros für Sofortmaßnahmen, welches auch diesmal wieder die Aktion leitete, verbesserte sich die Situation im Rotlichtmilieu dort deutlich. So wurden auf den Nebenstraßen während der Überprüfung keine Schwarzafrikanerinnen angetroffen. Bezirksvorsteher Braun kündigte gegenüber der Rathauskorrespondenz an, so lange "Fahne zu zeigen", bis sich die Situation zugunsten der Bürger hinter dem Westbahnhof beruhigt habe. Die Bevölkerung hatte sich immer wieder über lautstarkes und aggressives Werben seitens der Prostituierten beschwert. Haufenweise Beschwerden gab es auch über die gesetzlich verbotene Verrichtung der Notdurft im Freien.

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