ÖH: Das Pferd nicht von hinten aufzäumen!

Ankündigungen Gehrers helfen Studierenden nicht weiter!

Wien (OTS) - Die Ankündigungspolitik von Ministerin Gehrer geht einmal mehr in die falsche Richtung: während Österreichs Universitäten in den letzten Jahren sowohl Finanzmittel gestrichen wurden als auch mit dem UG02 (Universitätsgesetz 2002) autoritäre Strukturen Einzug gehalten haben, vermeldet die zuständige Ministerin den Auftrag an den Wissenschaftsrat, die Möglichkeiten für eine Eliteuniversität oder so genannte "Centers of Excellence" auszuloten. Ein Schritt in die falsche Richtung, findet die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft), denn diese Möglichkeit sollte nicht ausgelotet, sondern vehement bekämpft werden, da Menschen aus allen Schichten ein Recht auf exzellente Bildung haben.

Patrice Fuchs aus dem Vorsitzteam der ÖH: "Gehrer versucht mit dieser Ankündigung von den bereits bestehenden Problemen abzulenken. Auf der einen Seite können Universitäten und Akademien oft nur eingeschränkt den Betrieb aufrecht erhalten, auf der anderen Seite sollen Elitencenter geschaffen werden. Wir fragen uns, woher das Geld dafür kommen soll, wenn nicht einmal ausreichend Mittel für den Alltagsbetrieb bereit gestellt werden!"

Barbara Wittinger, ebenfalls aus dem Vorsitzteam der ÖH dazu:
"Gehrers Überlegungen werden angesichts der mit ihrer Politik gemachten Erfahrungen der letzten Jahre zu Guter Letzt auf Kosten aller Studierender gehen. Nachdem sie es dem Vernehmen nach verabsäumt bei Grasser die jetzt schon dringenst notwendigen Mittel heraus zu verhandeln, muss wohl befürchtet werden, dass das Geld für Elitecenter bei den Studierenden direkt , zb in Form einer Studiengebührenerhöhung, direkt geschröpft wird."

"Gehrers Elitenförderungspläne werden einmal mehr den Studierenden in Form verringerter Unibudgets auf den Kopf fallen. Sinnvoller wäre es auf die Forderungen der ÖH einzugehen, und für eine mehr als ausreichende Finanzierung aller Universitäten zu achten, anstatt das Pferd von hinten aufzuzäumen und nur einer kleinen Gruppe auf Kosten aller anderen Studierenden eine "exzelltente" Ausbildung bieten zu wollen.", so das Vorsitzteam unisono.

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