Strache: Keine weitere Zuwanderung, keine Wirtschaftsflüchtlinge

Wien muss vielmehr endlich seine Familienpolitik attraktivieren

Wien, 2004-08-30 (fpd) - Jeglicher Bestrebung, Wien wieder zu einer Einwanderungsstadt zu machen, erteilte heute der Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache eine deutliche Absage. Strache nimmt damit Bezug auf jüngste Forderungen von Demoskopen nach einem neuen Einwanderungsschub für die Bundeshauptstadt. ***

Gerade Wien, das durch die dominante SPÖ-Verantwortung gewaltige Probleme durch die schrankenlose Zuwanderung und fehlgeleitete Integration habe, würde durch einen weiteren Einwanderungsschub arbeitsmarkt-, wohnungs- und sozialpolitisch kollabieren. Schon heute gäbe es weder ausreichend Arbeitsplätze noch entsprechenden Wohnraum für die Einwanderer, so Strache.

Vielmehr sei danach zu trachten, endlich eine familien- und kinderfreundliche Politik auch in Wien zu etablieren. Dies betreffe etwa die Kostenfreiheit für die Kinderbetreuung sowie beispielsweise die Flexibilisierung der Kindergartenöffnungszeiten. Denn gerade im "sozialen" Wien würden die Kosten für Kinderbetreuung viele Eltern in die Armutsfalle treiben.

Ebenfalls auf strikte Ablehnung stößt bei Strache die Überlegung, in der EU die Türen für Wirtschaftsflüchtlinge aufzumachen. Dies sei ein abstruser Plan der europäischen Sozialdemokratie, der die europäische Gemeinschaft noch mehr in gewaltige Probleme hineinmanövrieren werde. Stattdessen wäre es angebracht, vom designierten Innenkommissar der EU einen Maßnahmenplan zu entwickeln, wie den bereits jetzt zu 80 Prozent aus wirtschaftlichen Gründen motivierten Flüchtlingen entgegengetreten werden kann. Die heimische SPÖ wäre gut beraten, diesbezüglich auf ihren internationalen Parteifreund einzuwirken, so Strache abschließend. (Schluß) HV nnnn

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