"Diana - Die letzte Nacht": ORF-Doku zum siebenten Todestag

Wien (OTS) - Vor sieben Jahren schockte ein Verkehrsunfall die
ganze Welt und noch heute ranken sich Mythen und Verschwörungstheorien um den Tod von Prinzessin Diana. ORF 2 zeigt am Mittwoch, dem 1. September 2004, um 23.15 Uhr David Cohens "DOKUmente"-Film "Diana - Die letzte Nacht" in der deutschen Bearbeitung von Edith Stohl.

Die letzte Nacht der Prinzessin von Wales bewegt bis heute die Gemüter: War der Fahrer Henri Paul tatsächlich betrunken und unter Medikamenteneinfluss? War die Versorgung der Prinzessin nach dem Unfall optimal oder sind dem ärztlichen Team Fehler unterlaufen? Inwieweit wird im Bericht der französischen Behörden allen Spuren nachgegangen? Oder hat der Vater von Dodi al Fayed Recht - gab es ein Komplott? Jedenfalls lassen die offiziellen Ermittlungen viele Fragen offen. Ein Konzentrat aller Verschwörungstheorien über Dianas Ende.

"Diana hat es genossen, wie sehr ihre Affäre mit Dodi den Buckingham Palace gestört hat", sagt Anthony Holden, der Biograf von Prinz Charles. Eine Drittel der Briten glaubt, dass Diana am 31. August 1997 einem Mordkomplott zum Opfer fiel. Seit Beginn dieses Jahres, mehr als sechs Jahre nach dem Unfalltod, untersuchen die britischen Behörden erstmalig die Umstände, die zu Dianas Tod geführt haben, um Spekulationen zu beenden. Grundlage dafür sind die 6.000 Seiten langen Berichte der französischen Behörden, die allesamt ins Englische übersetzt werden müssen.

Offiziell hatte es geheißen, die Prinzessin habe wegen schwerer innerer Verletzungen keine Überlebenschance gehabt. Kritiker behaupten jedoch, dass Dianas Transport vom Unfallort ins Krankenhaus unerklärlich lang gedauert hat: mehr als vierzig Minuten für etwas mehr als fünf Kilometer. Angeblich ist der Rettungswagen zwei Mal stehen geblieben, weil der Blutdruck der Prinzessin so niedrig war.

"Auf Grund des Röntgenbilds hat man die Verletzung im rechten Brustkorb angenommen und ihn auf dieser Seite geöffnet. Die Ursache der massiven Blutansammlung im rechten Brustbereich war jedoch der Abriss der linken oberen Lungenvene. Die Versorgung der Hauptverletzung von rechts her war nicht möglich", erklärt der Thoraxchirurg Univ.-Prof. Dr. Franz Eckersberger vom Wiener AKH. Dianas Unfall und die Versorgung danach ist immer wieder Thema bei medizinischen Fachkongressen, bei denen Prof. Eckersberger auch mit dem Chirurgen sprechen konnte, der Diana operiert hat.

"Die französischen Behörden haben den Tunnel nach dem Unfall nicht gesperrt, um alle Beweise zu sichern und prüfen zu können, ob es wirklich ein Verkehrsunfall war", sagt John MacNamara, der Sicherheitschef des Kaufhauses Harrods in London, das Mohammed al Fayed, Dodis Vater gehört. David Cohen geht in seiner Dokumentation allen Spuren nach. Kurz vor dem Unfall wird der Chauffeur Henri Paul von einer Kamera in der Hotellobby gefilmt, wie er seine Schnürsenkel bindet und sich dabei niederkniet. Er sieht recht nüchtern aus, nicht wie jemand, der mit 1,7 Promille Blutalkohol mit 192 km/h in einen Straßentunnel fährt. Wurde etwa die Blutprobe vertauscht? Jedenfalls wurde vor der Blutprobe kein DNA-Test durchgeführt.

Der französische Fotograf Patrick Chauvel, der gute Kontakte zur Pariser Verkehrspolizei hatte, behauptet, es wurde Kokain in der Handtasche Dianas gefunden. Das bestätigt ein Pariser Polizist und sagt, dass die obersten Etagen der französischen Republik kein Interesse daran hatten, das bekannt zu machen, und die Briten schon gar nicht.

Zuerst waren die Paparazzi für Dianas Tod verantwortlich gemacht worden, später der Chauffeur. Wie war es wirklich?

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