Kukacka: Kritik der ÖBB-Gewerkschaft zeigt entlarvendes Sittenbild einer früheren Unternehmenskultur

Im Interesse der Glaubwürdigkeit der Regierung, werde die ÖVP darauf achten, dass bei personellen Besetzungen nicht der Eindruck einer einseitigen Personalauswahl entstehe

Wien (OTS) - Geradezu als "Sittenbild einer früheren Unternehmenskultur" bezeichnete heute, Sonntag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka den Vorwurf des obersten Personalvertreters Haberzettl "schmieren werde in Zukunft leichter". Hier trete offenbar eine Geisteshaltung zutage, die jenen Geist der "Uralt-ÖBB" atme, den diese Regierung zu beseitigen angetreten sei. Was die Personalentscheidungen des ÖBB-Aufsichtsrates betreffen, sei es zu früh, diese abschließend zu bewerten. Er verwies darauf, dass diese Personalbesetzungen alleine Sache des Aufsichtsrates seien. Dieser habe nun seine Wahl getroffen und müsse dafür seine gesellschaftsrechtliche Verantwortung übernehmen. Ob sich Doppelbesetzungen im Vorstand der Holding und in der Personengesellschaft als unternehmenspolitisch richtig erweisen werden, müsse erst die Zukunft zeigen. Kukacka verwies darauf, dass es immer das unternehmenspolitische Ziel der ÖVP war, die ÖBB aus dem Einflussbereich der Politik herauszuführen und sie zu einem normalen, nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführten Unternehmen zu machen. An dieser grundsätzlichen Line werde sich für die Volkspartei nichts ändern. Im Interesse der Glaubwürdigkeit der Regierung, werde die ÖVP darauf achten, dass bei personellen Besetzungen nicht der Eindruck einer einseitigen Personalauswahl entstehe. ****

In diesem Zusammenhang wies Kukacka auch die Vorwürfe der ÖBB-Gewerkschaft und der Opposition am angeblichen "Postenschacher" der Regierung zurück. Jeder wisse, dass in der Vergangenheit ohne den Sanktus der allmächtigen sozialistischen ÖBB-Personalvertreter keine einzige unternehmerische und personelle Entscheidung getroffen werden konnte. Insofern sei Haberzettel gut beraten, mit entlarvenden Vorwürfen wie "schmieren" und "Postenschacher" sparsam umzugehen, denn solche Äußerungen würden eine offenbar früher mögliche Praxis vermuten lassen. Was die Kritik an der Kompetenzverteilung der Dienstleistungsgesellschaft und den einzelnen operativen Teilgesellschaften betreffe, so weise er diese als "politisch motiviert und unternehmenspolitisch falsch" zurück. Diese Kompetenzverteilung sei vom Gesetzgeber von Anfang an so geplant gewesen, um die Eigenständigkeit und unternehmerische Entscheidungsfähigkeit der Teilgesellschaften sicherzustellen und sie nicht von vornherein dem Diktat einer zentralistischen Unternehmensholdung zu unterwerfen, schloss Kukacka.

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