• 26.08.2004, 10:31:27
  • /
  • OTS0061 OTW0061

Sima präsentiert europaweit erste Öko-Kriterien Bau und Papier

"ÖkoKauf Wien" erarbeitete Ergebnisse

Wien (OTS) - Europaweit die ersten ökologischen Kriterien für die
Baubranche und für Büro- und Druckpapiere präsentierte Wiens
Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima am Donnerstag in einem
Mediengespräch. Denn die Umweltbelastung aus dem umfangreichen
Bereich der Bauleistungen und der anfallenden Papiermengen sind
enorm. Erarbeitet wurden die Kriterien von den internen und externen
Experten von "ÖkoKauf Wien", dem Projekt der Stadt Wien zur
Ökologisierung ihres Einkaufs von Waren und Dienstleistungen,
hervorgegangen aus dem Klimaschutzprogramm "KliP Wien".
Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima: "Mit diesen Ergebnissen zeigt sich
wieder deutlich, wie ernst die Stadt Wien den Umwelt- und Klimaschutz
nimmt und damit international Vorreiter ist." Anerkennung speziell zu
den Papier-Mustermappen kam auch von der bis jetzt in der EU für den
Bereich Umwelt zuständigen Kommissarin Margot Wallström.

Stadtbaudirektor Dipl.-Ing. Gerhard Weber erklärte bei der
Präsentation der Öko-Kriterien für die Baubranche: "Die
Umwelt-Musterstadt achtet nicht nur bei der Beschaffung der
´üblichen´ Gebrauchsgüter auf Ökologie, sondern auch auf die
Umweltgerechtheit des umfangreichen Bereiches der Bauleistungen.
Schließlich wird ca. die Hälfte des jährlichen
Fünf-Milliarden-Euro-Beschaffungsbudgets der Stadt Wien vom
Beschaffungsbereich im Bauhaupt- und Nebengewerbe investiert."

Zur Information gibt es zu jedem Produkt auch einen eigenen
Folder, der im Internet unter http://www.oekokauf.wien.at/
heruntergeladen oder bestellt werden kann. Letzteres geht auch
telefonisch unter der Nummer 4000/88 220 (Broschürenservice der
Magistratsabteilung 22).

Der Verkauf der CD-ROM "Mustertexte für umweltgerechte
Bauausschreibungen" und der beiden Papiermuster-Mappen für
"Ökologische Büropapiere" und "Ökologische Druckpapiere" erfolgt über
das ON Österreichisches Normungsinstitut. Die Produkte sind zu
bestellen unter der E-Mail-Adresse [email protected], der
Telefonnummer +43 1 213 00-880, der Fax-Nummer +43 1 213 00-818 und
der Postadresse ON Österreichisches Normungsinstitut - Verkauf,
Heinestraße 38, 1020 Wien. Die CD-Rom mit den "Mustertexten für
umweltgerechte Bauausschreibungen (ON-Regel 22251) kostet Euro
99,40.-. Die ökologischen Papiermuster-Mappen kosten jeweils Euro
40.-, als Kombi-Paket Euro 70.-. Alle Preise zzgl. 10% USt. und
Versandspesen.

Was ist "ÖkoKauf Wien?"

Die im Oktober 1998 eingerichtete Projektgruppe für
umweltgerechte Leistungen "ÖkoKauf Wien" (Projektleiter: Dipl.-Ing.
Ekkehard Philipp) stellt eines der drei wesentlichen Standbeine des
Klimaschutzprogramms der Stadt Wien - "KliP Wien" - dar. Ziel ist die
stärkere Orientierung des Einkaufs (Beschaffung) der Stadt Wien von
Waren, Produkten und Leistungen in allen Bereichen der
Stadtverwaltung an ökologischen Gesichtspunkten.

Dazu werden für die im Einkauf tätigen Mitarbeiter/innen
einfache und zeitsparende Methoden entwickelt, damit diese Produkte
und Leistungen auch ökologisch beurteilen können.

Ein Großteil der Ergebnisse der Arbeit von "ÖkoKauf Wien" sind
Kriterienkataloge, die so formuliert sind, dass die Inhalte eins zu
eins in die Ausschreibungstexte übernommen werden können. Aber auch
Positionspapiere und zahlreiche Pilotprojekte komplettieren die
inzwischen lange Liste der Ergebnisse. Ziele von "ÖkoKauf Wien" sind
auch, die Ergebnisse über die Stadt Wien hinaus in andere
Gebietskörperschaften oder Bundesdienststellen, aber auch an die
Wirtschaft und sonstige Interessierte zu kommunizieren und in
Kooperation mit dem ON Österreichischen Normungsinstitut die von Wien
erarbeiteten Ergebnisse in Richtlinien, die österreichweit Gültigkeit
haben, einfließen zu lassen.

"ÖkoKauf Wien" ist magistratsübergreifend organisiert und wird
von der Magistratsdirektion-Stadtbaudirektion sowie dem sogenannten
Lenkungsteam geleitet. Die praktische Arbeit an den
Kriterienkatalogen wird in den Arbeitsgruppen durchgeführt. Aufgrund
der herausragenden Bedeutung liegt ein spezieller Schwerpunkt auf dem
gesamten Gebiet der Bauleistungen, dem nicht weniger als vier
Arbeitsgruppen gewidmet sind, nämlich die ÖkoKauf-Arbeitsgruppen
"Tiefbau", "Hochbau", "Haustechnik" und "Innenausbau". Ein interner
Erlass vom Magistratsdirektor der Stadt Wien, Dr. Ernst Theimer,
macht seit Juli 2003 die Ergebnisse von "ÖkoKauf Wien" zur
verbindlichen Grundlage des Vergabewesens der Stadt Wien. Weitere
Informationen zum Projekt unter http://www.oekokauf.wien.at/ .

"Mustertexte für umweltgerechte Bauausschreibungen"

Das Projekt "ÖkoKauf Wien" der Stadt Wien setzt europaweit mit
der Erarbeitung der "Mustertexte für umweltgerechte
Bauausschreibungen" neue Maßstäbe im Tiefbau. Erstmals wurden in
Europa alle umweltrelevanten Abläufe im Bauwesen beschrieben und
textlich harmonisiert. Jeder Bauunternehmer weiß daher was kalkuliert
und was geliefert werden muss. Diese weitgehende Vereinheitlichung
gleichartiger Abläufe auf der Baustelle und klare Leistungsdefinition
der Mustertexte im gesamten Bauwesen bringen eine Vereinfachung bei
Kalkulation, Leistungserbringung und Abrechnung. Dadurch kommt es
auch zu Einsparungen bei den Baukosten. Die effiziente
Kreislaufwirtschaft im Bauwesen kann damit beginnen. Die
Bau-Mustertexte wurden nach einem formellen Verfahren vom
Österreichischen Normungsinstitut ON als ON-Regel ONR 22251
veröffentlicht.

Die Stadt Wien ist einer der größten Investoren im Baugeschehen
der Stadt. Jährlich werden ca. 50% des Fünf-Milliarden
Euro-Beschaffungsbudgets der Stadt Wien im Beschaffungsbereich des
Bauhaupt- und Nebengewerbes ausgegeben. Jedes Bauvorhaben wirkt sich
aber immer auch auf Umwelt und Natur aus. Keines dieser Projekte
kommt ohne Leistungen aus, die den Umweltschutz gewährleisten oder
berücksichtigen sollten. Jede öffentliche Vergabe von Bauleistungen
hat einen umweltrelevanten Aspekt, egal, ob es sich dabei um
Baugruben, Abbruch von Objekten oder Recycling von Baustoffen
handelt.

Daher meint auch Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima: "Die
Ergebnisse der Arbeitsgruppe Tiefbau zeigen, dass Bauprojekte
ökologisch und effizient zu planen sind! Ich freue mich, dass - auch
durch die Unterstützung des Stadtbaudirektors - die Stadt Wien mit
dem speziellen Ziel abfallarmer bzw. abfallfreier Baustellen hier
wieder eine Vorreiterrolle einnimmt."

Der entscheidende Vorteil der neuen ON-Regel ONR 22251: Sie
lässt sich praxisgerecht handhaben. Die Texte sind elektronisch auf
CD-Rom verfügbar und können durch einfaches Kopieren in jede
x-beliebige selbsterstellte Bauausschreibung oder in ein bestehendes
Standardleistungsverzeichnis z.B. für den Brückenbau oder Straßenbau
eingefügt werden.

Der Leiter der Arbeitsgruppe Tiefbau von "ÖkoKauf Wien",
Dipl.-Ing. Helmut Brezinschek - im "Hauptberuf" Leiter der Gruppe
Umwelt in der Magistratsabteilung 29 - Brückenbau und Grundbau, hatte
die Idee zu diesem in dreijähriger Teamarbeit erstellten Projekt. In
der Arbeitsgruppe Tiefbau sind Experten der verschiedensten
technischen Dienststellen der Stadt Wien vom Wasserbau, Kanalbau über
Straßenbau bis zum Grundbau vertreten. Die Zusammenarbeit mit
externen Experten, Technikern aus der Privatwirtschaft,
Vergabeexperten und -juristen, sicherte die hohe Qualität. Neben den
bautechnischen Anforderungen wurden aber auch die eigenen
Vorschriften der Stadt Wien, das Bundesvergabegesetz sowie die
Umwelt- und Abfallwirtschaftsgesetze berücksichtigt.

Die Anwendung der ON-Regel ONR 22251 fördert einerseits den
ökologischen Aspekt, andererseits können durch die Vereinfachungen
bei der Bauplanung, der Bauherstellung bis zur Bauabrechnung
Einsparungen erzielt werden, welche den Bauherrn zu gute kommen.
Erstmals können auch Kostenvergleiche gleicher Leistungen zwischen
verschiedenen Anbietern vorgenommen werden.

Die "Mustertexte für umweltgerechte bauspezifische
Leistungsbeschreibungen" sind klar nach Kapiteln, die dem
chronologischen Ablauf eines Bauvorhabens entsprechen gegliedert. So
gibt es die Kategorien Abbruch, Aushub, Recycling, Wiedereinbau,
Aufbereitung, Zwischenlagern, Deponieren und Entsorgen. Diese
Kategorien wurden als Hauptleistungsgruppen aufgenommen. Sie sollen
gewährleisten, dass es mittelfristig gelingt, diese zu einem
gesamtösterreichischen Leitbild weiterzuentwickeln.

Die Vorteile der Anwendung der Mustertexte sind: Transparenz der
Umweltbeeinträchtigung (Transporte werden getrennt ausgeschrieben),
konsequente Kreislaufwirtschaft durch Recycling (der Boden wird als
Baustoff wiederverwendet), Schutz gegen Umweltschäden (optimale
Ressourcenbewirtschaftung auf der Baustelle, Sekundärrohstoffnutzung
wird unterstützt), Umwelt- und Naturschutz (Schutz des Bodens, Schutz
vor vermeidbarem Verkehrslärm, Reinhaltung der Luft durch weniger
LKW-Transporte), Praxistauglichkeit der vorliegenden Mustertexte
(durch intensive Zusammenarbeit mit Vertretern der Bauwirtschaft
sichergestellt).

Die Mustermappen für ökologische Büro- und Druckpapiere

Erstmalig in Europa, vermutlich sogar weltweit, wurden von
"ÖkoKauf Wien" ökologische Kriterien für Büro- und Druckpapiere
entwickelt.

Die so entstandenen Mustermappen "Ökologische Büropapiere" und
"Ökologische Druckpapiere" wurden im Rahmen der Arbeitsgruppe
"Papier, Druck und Büromaterial" unter der Leitung von OAR Hans
Handig von den Wiener Stadtwerken gemeinsam mit der Höheren
Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Wien XIV, der Wiener
Umweltanwaltschaft und dem Verein für Konsumenteninformation
produziert. Aber es wurde nicht nur der Inhalt der Mappen ökologisch
hergestellt, sondern auch der Hersteller der Mappe und die
ausführende Druckerei besitzen das Österreichische Umweltzeichen und
die Mappe selbst besteht aus hundert Prozent Recycling-Pappe, die
Ring-Mechanik ist schwermetallfrei.

Dies fand auch den Beifall der bis jetzt für den Bereich Umwelt
zuständigen EU-Kommissarin Margot Wallström. In einem Brief an
Bürgermeister Dr. Michael Häupl schrieb sie, dass sie sich freue,
dass das Projekt so erfolgreich war und sie die ökologischen
Papier-Mustermappen an die Bibliothek der Generaldirektion Umwelt
gegeben habe, damit sie MitarbeiterInnen und Öffentlichkeit nutzen
können.

Ausgangspunkt für die Erstellung ökologischer Papierkriterien
war die Grundüberlegung, die für die gesamte Arbeit des Projektes
"ÖkoKauf Wien" gilt: das eine Gebietskörperschaft wie die Gemeinde
Wien einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor darstellt und daher allein
dadurch, dass sie in ihrem eigenen Bereich Umweltkriterien
berücksichtigt, wesentlich zu einer umweltverträglichen Entwicklung
beitragen kann. Die beiden Mustermappen unterstützen die
AnwenderInnen, Büro- und Druckpapiere nunmehr auch ökologisch besser
beurteilen zu können. Bei der Gestaltung wurde daher auf eine
praxisfreundliche Handhabung besonders viel Wert gelegt. Der
Grundintention entsprechend wurden die ökologischen
Papiermustermappen an alle AbteilungsleiterInnen des Magistrats und
deren ÖffentlichkeitsarbeiterInnen und die MediensprecherInnen der
StadträtInnen mit Hinweis auf den Erlass des Magistratsdirektors
verteilt.

Die Mappe "Ökologische Druckpapiere" enthält Papiere, welche im
Bereich des Offsetdruckes Verwendung finden. Die Mappe "Ökologische
Büropapiere" enthält Papiere für den Einsatz mit im Büro verwendeten
Druckern, Kopierern usw.

Die Auswahl der Kriterien wurde als Studie beim Verein für
Konsumenteninformation in Zusammenarbeit mit der "ÖkoKauf
Wien"-Arbeitsgruppe Druck, Papier und Büromaterial in Auftrag
gegeben. Sie orientiert sich an den "Eco-Label"-Papierkriterien der
EU. Nach Erstellung der Studie, die bereits auch in Englisch
vorliegt, erfolgte die Bewertung der von den Papierherstellern
veröffentlichten Papier-Umweltdatenblätter (
http://www.Paperprofile.com/ ). Zusätzlich wurden Papiere, die zum
Zeitpunkt der Drucklegung ein in Europa gültiges Umweltzeichen
besitzen, aufgenommen. An den Mappen haben außerdem die vier größten
österreichischen Papierhändler mitgearbeitet.

In den Papier-Umweltdatenblättern (paper profile) der Hersteller
sind folgende umweltbelastenden Emissionsparameter aufgeführt, die
für die Bewertung herangezogen wurden: Abwasseremissionen,
Luftemissionen, eingesetzte elektrische Energie und ökologische
Waldbewirtschaftung. Die Papierhersteller müssen für den
Produktionsstandort ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem (EMAS
oder ISO 14001) nachweisen. Die Auswertung der vorgelegten
Papier-Umweltdatenblätter wurde von der Höheren Graphischen
Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt mit einem eigens dafür entwickelten
Programm vorgenommen.

Die ökologischen Papier-Mustermappen sind praxisnah aufgebaut.
Die einzelnen Papierhändler sind alphabetisch eingeordnet. Nach einem
einheitlichen Muster enthält das jeweilige Registerblatt alle für
eine Bestellung notwendigen Firmeninformationen. Danach sind Muster
der lieferbaren Papiere eingelegt. Von jeder Sorte sind Musterblätter
mit den meist verwendeten flächenbezogenen Massen (Grammaturen)
einsortiert. Dem ersten Blatt der Musterpapiere sind die genauen
Papierdaten und der Verwendungszweck zu entnehmen. Die vierfärbig
bedruckte Rückseite dient zur Bemusterung der Druckqualität auf dem
jeweiligen Papier.

Verkauf der Öko-Kriterien für Bau und Papier über das ON

Ein Hauptziel des Projektes "ÖkoKauf Wien" ist es, praktisch
anwendbare, wirtschaftlich vertretbare und insbesondere
vergaberechtlich zulässige Leistungsanforderungen an - von der Stadt
Wien regelmäßig nachgefragte - Liefer-, Dienst- und Bauleistungen zu
erarbeiten. Damit wird die vergaberechtlich gebotene Berücksichtigung
umweltrelevanter Aspekte bei der Beschaffung der Stadt Wien auf einem
hohen Niveau sichergestellt. Einige der so erarbeiteten Ergebnisse
von "ÖkoKauf Wien" sind weit über die Grenzen der Stadt Wien auch für
andere Auftraggeber oder Unternehmen von Interesse, sodass nach
Möglichkeiten gesucht wurde, wie die Ergebnisse einer breiteren
Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Mit dem Österreichischen Normungsinstitut ON hat die Stadt Wien
dafür einen optimalen Partner gewonnen. Neben den perfekten
organisatorischen Voraussetzungen für die Erarbeitung von Normen und
Regelwerken - Festlegung technischer Standards sowie
konsensualisierter Grundlagen im Vergabe- und Vertragswesen - und
einem hohen Bekanntheitsgrad verfügt das ON auch über geeignete
Vertriebswege, die nun für die Vermarktung der "ÖkoKauf Wien"-
Unterlagen genutzt werden. Die Stadt Wien erwartet sich davon einen
Verstärkereffekt ihrer Bemühungen auf dem Gebiet des Klimaschutzes.
Daher wurde eine Rahmenvereinbarung zwischen ON und der Stadt Wien,
vertreten durch die Magistratsabteilung 22 - Umweltschutz,
abgeschlossen.

Dipl.-Ing. Dr. Karl Grün, Leiter der Abteilung Normung und als
Referent des ON zuständig für den Bereich Umweltschutz, Gesundheit
und Medizin, stellte beim Mediengespräch von Stadträtin Sima fest,
dass für das äußerst komplexe Thema Umweltschutz die Normung (ÖNORMEN
und auch ON-Regeln ONRs) - einfach ausgedrückt: Regelwerke - ein
Instrument zur Bewältigung komplexer Zusammenhänge sind. Normen und
ON-Regeln sind keine Gesetze, sondern Empfehlungen. Ihre Anwendung
ist grundsätzlich freiwillig. Sie empfiehlt sich aber, weil diese
Dokumente von allen am Thema interessierten Kreisen im Konsens
erarbeitet werden und damit den aktuellen Wissensstand eines
Fachgebiets widerspiegeln und damit definieren, was "Standard" ist.

Das ON Österreichische Normungsinstitut ist eine
Dienstleistungsorganisation, eine neutrale Plattform für all jene,
die Regeln benötigen und sie gemeinsam im Dialog mit anderen am Thema
interessierten Gruppen erarbeiten wollen. Das ON erstellt die Normen
nicht selbst.

Seine Aufgabe ist es, die an einem Thema, an einer Lösung
interessierten Kreise an den "runden Tisch" zu bekommen, darauf zu
achten, dass die Verfahrensregeln eingehalten werden und das dafür
notwendige Management bereitzustellen.

Die Stadt Wien, bzw. ihre Magistratsabteilungen, sind sehr
intensiv in die Normungsarbeit eingebunden, auch und ganz besonders
im Bereich des Umweltschutzes. Von den mehr als 5.000 Experten in den
Normungsgremien des ON kommen immerhin 171 aus diversen
Magistratsabteilungen der Stadt Wien. Sie sind in insgesamt 439
Ausschüssen und Arbeitsgruppen vertreten. Im Dialog mit Experten aus
Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Verbraucherkreisen suchen
MitarbeiterInnen der Magistratsabteilungen der Stadt Wien nach
technisch, ökonomisch und auch ökologisch sinnvollen und ausgewogenen
Lösungen in der Form von ÖNORMEN oder - wie im vorliegenden Fall -
einer ON-Regel über "Mustertexte für umweltgerechte bauspezifische
Leistungsbeschreibungen".

Dr. Grün: "Die Stadt Wien zeichnet sich durch eine hohe Qualität
im Bereich Umweltschutz aus, die auch international anerkannt ist.
Zum Beispiel in der thermischen Abfallentsorgung, bei der Überwachung
radioaktiver Verunreinigungen im Abfall, der Luftqualität und auch
beim Einsatz innovativer, integrierter Managementtechniken." Hier
überall kommen ÖNORMEN oder ON-Regeln zur Anwendung. (Schluss) ma

OTS0061    2004-08-26/10:31

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel