Grüne/Pilz: Kopfpauschale wäre Bestrafungsaktion für sozial Schwache

Grüne lehnen eine weitere Aushöhlung des Sozialstaates ab

Wien (OTS) - Die vom Wiener Ärztekammerpräsidenten Walter Dorner vorgeschlagene Einführung einer "Kopfpauschale" zur Sanierung der Krankenkassendefizite bewerten die Grünen als eine Bankrott-Erklärung des Prinzips der Solidarität in der Gesundheitsversorgung. "Es müsste auch die Wiener Ärztekammer wissen, dass das Risiko zu erkranken für sozial schwache Schichten wesentlich größer ist als für Mittel- und Oberschichten", erläutert die Wiener Grüne Gesundheitssprecherin Sigrid Pilz.

Eben dieser gesellschaftlichen Gruppe durch einen Einheitstarif relativ höhere persönliche Beiträge als den Besserverdienenden aufzubürden, ist eine Aushöhlung der Grundfesten des Sozialstaates, sind die Grünen überzeugt. "Statt die erhöhten Gesundheitsrisiken für Schlechtverdienende durch verbesserte Prävention und besonders gute Versorgung ausgleichen zu wollen, würde mit der Kopfpauschale geradezu eine Bestrafungsmaßnahme für Benachteiligte in der Gesellschaft geschaffen werden", lehnt Pilz die Pläne der Ärztekammer ab. Sie zeigt sich enttäuscht, dass die Ärztekammer nicht statt dessen Anstrengungen unternimmt, durch Strukturverbesserungen Einsparungspotentiale zu lukrieren. Dazu würde ein besseres Schnittstellenmanagement zwischen stationärer und niedergelassener Medizin gehören sowie Investitionen in Qualität und nachhaltige Gesundheitsförderung.

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