Institut für Jugendkulturforschung: Sylvia Fuhrmann die bekannteste Jugendpolitikerin

Wien (OTS) - JugendpolitikerInnen sind bei ihrer Zielgruppe kaum bekannt. Während die Spitzenpolitiker der Parteien, wie Gusenbauer, Schüssel oder van der Bellen bei über 90 Prozent der Jugendlichen bekannt sind, haben die JugendvertreterInnen der Parteien ein massives Bekanntheitsproblem. Einzige Ausnahme: Die Vorsitzende der Jungen ÖVP, Sylvia Fuhrmann. Fast 27% der 11- bis 29-jährigen kennen sie. Besonders hoch ist ihre Bekanntheit in der Gruppe der jungen Erwachsenen (20 bis 29 Jahre). Dort kennen sie sogar über 35 Prozent, für eine junge Nachwuchspolitikerin ein erstaunlicher Wert. Mit einigem Abstand folgen nach Fuhrmann der freiheitliche Elmar Lichtenegger und die beiden katholischen Jugendfunktionäre Christoph Riedl und Clemens Pichler.

Alle anderen Jugendorganisationsvorsitzenden, ParteijugendsprecherInnen und BundesjugendvertretungsfunktionärInnen erzielen niedrige Bekanntheitswerte weit unter 10 Prozent. Das Ergebnis macht deutlich, dass vor allem jene FunktionärInnen aus politischen Jugendorganisationen, denen ihre Mutterpartei relevante Funktionen in öffentlichen Vertretungsorganen (Nationalrat, Bundesrat etc.) zugesteht, größere öffentliche Aufmerksamkeit und Bedeutung erreichen.

Manfred Zentner vom Institut für Jugendkulturforschung kommentiert das Forschungsergebnis: "Wenn die Parteien ihre JugendvertreterInnen zu Leitbildern für die Jugend machen wollen, dann müssen sie Ihnen auch Positionen, z.B. im Nationalrat, zur Verfügung stellen. Das Beispiel Sylvia Fuhrmann zeigt, dass man primär dadurch Bekanntheit und Akzeptanz generieren kann. Darüber hinaus weisen unsere Forschungsergebnisse darauf hin, dass JugendfunktionärInnen, die von ihren Parteien in verantwortungsvolle Positionen gebracht werden, bei der Zielgruppe weitaus ernster genommen werden, als ihre KollegInnen ohne Mandate. Der Weg zu mehr Akzeptanz der Parteien in den jungen Zielgruppen führt in nicht unbeträchtlichem Ausmaß über die Bedeutung, die sie ihren eigenen JugendfunktionärInnen in den öffentlichen Vertretungsorganen zu geben bereit sind."

Studie: 809 Interviews mit MeinungsführerInnen im Alter von 11 bis 29 Jahren (Durchführung Juni/Juli 2004)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Manfred Zentner
Institut für Jugendkulturforschung
Tel.: 532 67 95
http://www.jugendkultur.at

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