ORF-Zentralbetriebsrat Fiedler zu Aussagen von Van der Bellen

Wien (OTS) - Zur OTS-Aussendung von "tv-media", worin der Grüne Bundessprecher Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen die Entmachtung des ORF-Zentralbetriebsrats will und den Betriebsräten bei der Bestellung der ORF-Geschäftsführung kein Stimmrecht mehr zukommen lassen will, stellt ORF-Zentralbetriebsratsvorsitzender Heinz Fiedler fest:

"Es zeigt von keiner demokratischen und arbeitnehmerfreundlichen Gesinnung, wenn man die legitimierten Vertreter der ORF-Mitarbeiter von der ohnehin bescheidenen Mitwirkung bei der Bestellung der Geschäftführung ausschließen will. Es ist verwunderlich und bedauerlich, dass der Wirtschaftsprofessor Van der Bellen nicht bedacht hat oder nicht weiß, dass bei einer Aktiengesellschaft die Betriebsräte ein Drittel der Aufsichtratsmitglieder stellen und bei der Wahl des Vorstandes einer AG selbstverständlich mitwirken. Beim ORF hingegen stellen die Betriebsräte ohnehin nur ein Siebentel der Mitglieder des Stiftungsrats, nämlich fünf von 35. Nach dem AG-Modell würden sie 15 statt derzeit fünf Mitglieder entsenden. Wie es da zu unterstellten 'Tauschhändeln zwischen Regierung, Betriebsrat und ORF-Geschäftsführung kommen soll', wie von Professor Van der Bellen meint, ist mir unerklärlich.

Weiters wird mir zu Unrecht unterstellt, mich 'sogar an der Bestellung von Auslandskorrespondenten' zu beteiligen. Dies ist um so bemerkenswerter, als Interventionen bei Personalentscheidungen des ORF auch und gerade bei den Grünen eine lange Tradition haben. So hat sich besonders der jüngst von den Grünen bestellte Stiftungsrat, der seinerzeitige Grüne Parteisekretär und Ex-ORF-Kurator Pius Strobl ohne jede Zuständigkeit in die unterschiedlichsten Personalentscheidungen einschließlich der Auslandskorrespondenten eingemischt.

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