Caritas-Generalsekretär Prüller: "Sudan-Abkommen ist Hoffnungsschimmer am Horizont"

Wien (OTS) - "Als Hoffnungsschimmer am Horizont" begrüßt Franz Karl Prüller, Generalsekretär der Auslandshilfe der Caritas Österreich, das Abkommen zur Rückkehr von Darfur-Flüchtlingen, das die Vereinten Nationen und die sudanesische Regierung am Wochenende unterzeichnet haben. In dem Memorandum verpflichtet sich die sudanesische Regierung alles zu unternehmen um eine sichere Rückkehr der vertriebenen schwarzafrikanischen Bevölkerung zu gewährleisten. Mehr als eine Million Menschen erhalten damit die Zusicherung, in ihre angestammten Dörfer zurückkehren zu können, wenn sie sich sicher genug fühlen. Er hoffe, dass die Friedensgespräche zwischen Regierung und Rebellen Früchte tragen und dass so bald als möglich eine Rückkehr der Vertriebenen in geordneten Bahnen starten könne, so Prüller. Hier müsse freilich auch die internationale Gemeinschaft das Ihre dazu beitragen, indem sie die Einhaltung des Abkommens kontrolliert und materielle Hilfe (Wiederaufbau, Starthilfen) für die, die alles verloren haben, bereit stellt.

Die Heimkehr der Vertriebenen werde ein langwieriger Prozess werden, erwartet Prüller: "Die Caritas und die anderen, in der Hilfsaktion Nachbar in Not zusammengeschlossenen Organisationen unterstützen mit Hilfe der Österreicher und Österreicherinnen die Menschen im Sudan auch weiterhin nach Kräften."

Die Caritas hat gemeinsam mit dem Netzwerk protestantischer Kirchen ACT ein Hilfsprogramm für den Sudan im Volumen von 14,4 Mio. Euro entwickelt, das für den Zeitraum von 18 Monaten rund 500.000 Betroffene unterstützen soll. Start war im Sommer 2004. Zu den Hilfsprojekten zählen die Bereiche shelter in den Camps, Gesundheitsversorgung, Versorgung der Vertriebenen mit Wasser, der Aufbau von sanitären Anlagen, die Verteilung von non-food items (Hygieneartikel, Kochtöpfe, Mosquitonetze,...), Zusatznahrung für 50.000 Kinder unter fünf Jahren sowie Schulprojekte für die Kinder. Daneben werden aber auch Saatgut und einfache, landwirtschaftliche Geräte als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung gestellt.

Nachbar in Not-Spendenkonto: PSK 91 091 200

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