Eder: Enormer Schaden für Telekom nach dem Scheitern der von vornherein unsinnigen Verkaufsverhandlungen

Grasser und Schüssel tragen Hauptverantwortung für diese Riesenblamage

Wien (SK) "Die Entscheidung für den Verkauf der Telekom
Austria ans Ausland war von vornherein eine falsche Entscheidung, da es sich bei der Telekom um strategisches Eigentum handelt, das unbedingt in österreichischer Hand bleiben soll", sagte SPÖ-Infrastruktursprecher Kurt Eder Donnerstag angesichts der gescheiterten Verkaufsverhandlungen zwischen der ÖIAG und der Swisscom. Nun komme zu dieser falschen Entscheidung auch noch der enorme wirtschaftliche Schaden für die Telekom nach den gescheiterten Verkaufsverhandlungen hinzu. ****

"Nach diesem unglaublichen Debakel wird Finanzminister Grasser versucht sein, die Schuld daran an die ÖIAG-Manager abzuschieben. Das kann er gleich bleiben lassen, denn er und Bundeskanzler Schüssel waren es, die dieses Management eingesetzt haben mit klaren Zielvorgaben. Nämlich die ÖIAG auf Teufel komm raus zu verscherbeln. Grasser ist immer der Fädenzieher im Hintergrund gewesen, daher trägt er die volle Verantwortung für diese Riesenblamage genauso wie Schüssel, der Grasser immer gewähren ließ", unterstrich Eder.

"Finanzminister Grasser hat beim Börsengang der Telekom bereits ein äußerst dilettantisches und unprofessionelles Vorgehen an den Tag gelegt. Genauso dilettantisch ist es nun mit dieser Blamage weitergegangen. Wenn man in Verhandlungen mit Partner geht, die dann aufgrund der völlig kopflosen Verhandlungsführung von österreichischer Seite abspringen, dann ist daraus ein Schaden für das Unternehmen erwachsen, der kaum wieder gut gemacht werden kann", so Eder. Die Telekom werde sich nun bei der Suche nach neuen Partner oder nach Beteiligungen im Ausland erheblich schwerer tun, ist der SPÖ-Politiker überzeugt.

Diese ganze Blamage hätte man sich erspart, wenn man die Warnungen der SPÖ nicht in den Wind geschlagen hätte, die immer schon davor abriet, die Telekom zu verkaufen. Eder sprach sich für eine österreichische Kernaktionärslösung aus, anstatt das Unternehmen ans Ausland zu verscherbeln. (Schluss) ns

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