Ölpreise heizen Dämmstoffproduzenten ein

Die dramatische Preisentwicklung bei Erdöl und der immer noch steigende Rohstoffbedarf Chinas setzen Österreichs Styroporhersteller massiv unter Druck.

Wien (OTS) - "Im Zeitraum Jänner bis August 2004 sind die Preise für die wichtigsten Rohstoffe von Styropor-Dämmstoffen um 60 % gestiegen. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen", erklärt Mag. Roland Hebbel, Vorstandsprecher der GPH Güteschutzgemeinschaft Polystyrol-Hartschaum. Diese Entwicklung trifft eine Industrie, die in den letzten Jahren unter permanentem Preisverfall gelitten hat, besonders hart. Erste Versuche einiger Hersteller, die Preissteigerungen an den Markt weiterzugeben, sind bisher gescheitert. Ein weiteres Festhalten am aktuellen Preisniveau ist aus Sicht der Produzenten allerdings unmöglich. Bei der Herstellung von Styropor-Dämmstoffen entfallen die Kosten mehrheitlich auf die Rohstoffe. Dazu müssen die steigenden Energiekosten für Produktion und Transport addiert werden. Hebbel: "Kein Hersteller kann diese Mehrkosten einfach schlucken. Wer wirtschaftlich überleben will, muss markant mit den Preisen raufgehen."

Große Sorge bereitet dem GPH-Vorstand auch der Gedanke an Unternehmen, die zu Jahresbeginn langfristige Lieferverträge abgeschlossen haben und nun gezwungen sind, diese in einer völlig veränderten Marktsituation einzuhalten. Dazu kommen Gerüchte, wonach die Läger der wichtigsten Rohstoffhersteller aufgrund der exorbitant gestiegenen Lieferungen nach China bereits knapp werden sollen. Preissteigernde Mengenverknappungen können für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Hebbel appelliert an Bauindustrie, Handel und Verarbeiter, sich dieser geänderten Situation zu stellen und gemeinsam mit den Styropor-Herstellern am Markt für Akzeptanz zu sorgen. Unabhängig von dieser schwierigen Situation, erklärt Hebbel, dass das Dämmen durch die hohen Heizölkosten noch sinnvoller als in der Vergangenheit ist. Die heimischen Bauherren sichern mit verstärktem Dämmen ihre niedrigen Heizkosten in der Zukunft und die Arbeitsplätze in der Industrie und im Dämmbaugewerbe.

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