ÖH: Forderung nach Engagement für Studierende

Ministerin Gehrer muss in den bevorstehenden Budgetverhandlung endlich Krallen zeigen

Wien (OTS) - Am kommenden Montag (23.8.2004) starten die Verhandlungen für das Doppel-Budget 2005/06 zwischen Finanzministerium und den anderen Ministerien. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer muss sich bei diesen endlich unnachgiebig zeigen und entsprechende budgetäre Verbesserungen für Österreichs Universitäten und Akademien erreichen. Die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) fordert von Gehrer endlich den Bedürfnissen der Studierenden entsprechend zu handeln und der Wissenschaft das Geld zurück zu geben, welches Grasser mit ihrer Einwilligung in den letzten Jahren für ein nichthaltbares "Nulldefizit" genommen hat.

"Es muss auf jeden Fall zu einem vollen Finanzausgleich für jene Summe, die in den Jahren seit 2000 den Unis gekürzt wurde kommen,", erklärt Barbara Wittinger aus dem Vorsitzteam der ÖH mit Nachdruck. "Zusätzlich müssen Gehrer und Grasser eine Invesititionsmilliarde für den Ausbau von Infrastruktur und Kapazitäten bereitstellen. Diese sollte auf 10 Jahre angelegt werden, wobei eine Ausschüttung im ersten Jahr von 200 Millionen und 150 im zweiten Jahr das Mindeste wäre.", so Wittinger weiter.

"Auch unser Anliegen in Bezug auf ausländische Studierende und die Rückerstattung der Studiengebühren an diese bzw. eine Befreiung darf nicht vergessen werden", so Patrice Fuchs aus dem Vorsitzteam der ÖH weiter. "Hier schlägt die ÖH einen gemeinsamen Fonds von Aussenministerium (als zuständig für Entwicklungszusammenarbeit) und dem Bildungsministerium vor, aus dem die Gebühren an Studierende aus Ländern, die von der ÖH und dem Bildungsministerium festgelegt werden zurückzuzahlen ist", fährt Fuchs fort. "Die finanziellen Möglichkeiten sind auf jeden Fall gegeben, es geht nur um den Willen der Agierenden. Eine vollkommene Rücknahme der Studiengebühren für alle bleibt Grundforderung der ÖH!", meint Fuchs abschließend.

"Das sind unsere absoluten Mindestforderungen, die wir als Vertretung aller StudentInnen Österreichs Frau Ministerin Gehrer mit auf den Weg geben. Sie muss endlich einmal Zähne zeigen oder neue Finanzierungsformen finden, welche jedoch nicht die Studierenden belasten dürfen oder eine Einschränkung von Forschung und Lehre bedeuten", so das Vorsitzteam unisono.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Andrea Puslednik, Pressesprecherin
Tel.: 01/310-88-80/59, Mobil: 0676 888 52 211
andrea.puslednik@oeh.ac.at
http://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001