KFV: SCHULWEG RECHTZEITIG TRAINIEREN!

Um Unfällen vorzubeugen empfiehlt KfV rechtzeitiges Schulwegtraining und appelliert an Autofahrer zu mehr Rücksichtnahme

Wien (OTS) - Schulweg üben: Morgens und mittags, nicht am Wochenende!

Der Weg zur Schule ist für viele Volksschüler nicht nur neu, sondern auch gefährlich. Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), fordert daher Eltern auf: "Trainieren Sie rechtzeitig den Schulweg mit Ihren Sprösslingen! Am besten morgens oder mittags, damit die gleichen Verkehrsbedingungen herrschen, ungeeignet sind Wochenenden. Als Faustregel gilt: Gehen Sie mit den Kleinen einen leichten, kurzen Weg mindestens drei- bis viermal ab, einen langen schwierigen Weg mindestens an zehn verschiedenen Tagen. Der festgelegte Weg sollte dann für das Kind verbindlich sein!"

Kinder sehen, hören und reagieren anders!

Häufig werden die Fähigkeiten von Kindern überschätzt. Wenn ein Kind gelernt hat am Schulweg an einer bestimmten Kreuzung am Zebrastreifen anzuhalten, heißt das nicht, dass es sich auch bei anderen Kreuzungen so verhält. Denn - Kinder sehen, hören, denken, reagieren und bewegen sich anders als Erwachsene! Erst ab einem Alter von etwa acht bis zehn Jahren können die kleinen Fußgänger mit den Anforderungen des Straßenverkehrs einigermaßen sicher umgehen. Voraussetzung dabei ist, dass sie im Elternhaus ausreichend vorbereitet werden.

Achtung beim Überqueren der Straße - auch am Zebrastreifen!

Damit die Kleinen unbeschadet über die Straße kommen, müssen die Eltern einen möglichst sicheren Übergang zum Überqueren der Straße suchen. "Lassen Sie Ihr Kind nicht an unübersichtlichen Stellen, ungeregelten Kreuzungen, zwischen parkenden Fahrzeugen und Sträuchern oder vor Kurven und Kuppen über die Straße gehen!", warnt Thann und rät: "Bei Fußgängerampeln gilt: Grün allein reicht nicht - immer nach beiden Seiten schauen und auf Abbieger achten! Druckknopfampeln haben lange Wartezeiten - führen Sie den Kindern vor Augen, dass die Ampeln mit Zeitverzögerung arbeiten und tatsächlich funktionieren". Der Zebrastreifen wird in seiner Schutzwirkung oft überschätzt: Trotz gesetzlicher Verpflichtung halten viele Fahrzeuglenker nicht an. Dazu kommt, dass in den Städten Zebrasteifen oft verparkt sind und Kinder somit den Verkehr kaum wahrnehmen können. Wichtig ist: erst losgehen, wenn die Fahrbahn frei ist oder alle Fahrzeuge angehalten haben.

Mehr Tempo 30 Zonen im Schulumfeld!

"Bauliche, technische und überwachende Maßnahmen stehen natürlich an erster Stelle, um den Schulweg für Kinder sicherer zu machen. Dazu gehören vor allem mehr Tempo 30-Zonen im Schulumfeld, die Einrichtung von kinderfreundlichen Straßenüberquerungshilfen, die Beseitigung von Sichthindernissen sowie verstärkter Einsatz von Schülerlotsen und Überwachungsmaßnahmen", zählt Thann notwendige Maßnahmen auf und appelliert gleichzeitig an die Autofahrer "überall wo mit Kindern zu rechnen ist Rücksicht zu üben, möglichst langsam und bremsbereit zu fahren sowie den Kinder eine sichere Fahrbahnüberquerung zu ermöglichen".

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/161

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