ORF/NDR-Koproduktion "Ein glücklicher Tag" in Hamburg präsentiert

TV-Premiere für ungewöhnliche Liebesgeschichte am 6. Oktober mit Eva Herzig, Sylvester Groth, Susi Nicoletti, Herbert Föttinger u. v. a.

Wien (OTS) - Eine große Liebe zwischen Ost und West steht im Mittelpunkt der österreichisch-deutschen TV-Filmproduktion "Ein glücklicher Tag", die gestern, am Mittwoch, dem 18. August 2004, in Hamburg präsentiert wurde. Der im Sommer 2003 gedrehte Film erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer Österreicherin und einem Ostdeutschen, die vor und nach dem Berliner Mauerfall spielt. Die Steirerin Eva Herzig ("Die Pferdefrau", "Zwei Frauen, ein Mann und ein Baby") und ihr deutscher Partner Sylvester Groth (drehte für den ORF zuletzt "BBA - Der Briefbomber" und die Kleist-Adaption "Käthchens Traum") standen als Filmpaar vor der Kamera. In weiteren Rollen spielen Josefstadt-Star Herbert Föttinger, die österreichische Grande Dame Susi Nicoletti, Mercedes Echerer u. v. a. "Ein glücklicher Tag" sei "eine Geschichte ohne ein verlogenes Happy End" beschreibt Drehbuchautor und Regisseur Paul Hengge seinen Film. Das Publikum erwarte "ein "Hopefull End, von dem ich überzeugt bin, dass es gefallen wird". Die ORF-Zuseherinnen und -Zuseher können sich am Mittwoch, dem 6. Oktober, um 20.15 Uhr in ORF 2 ein Bild davon machen.

Erstmals Filmregie mit 73: Glückliche Tage, die süchtig machen

Mit "Ein glücklicher Tag" gab der 1930 in Wien geborene und in Berlin lebende Autor und Theaterregisseur Paul Hengge im Alter von 73 Jahren sein Filmregiedebüt. Als Autor verfasste Hengge Drehbücher zu Kinofilmen wie "Hanussen" (mit Klaus Maria Brandauer, Regie: István Szabó) sowie "Bittere Ernte" (mit Elisabeth Trissenaar und Armin Müller-Stahl) und "Hitlerjunge Salomon", die beide Oscar-nominiert waren. "Hitlerjunge Salomon" wurde 1992 sogar mit dem Golden Globe als "Bester fremdsprachiger Film" ausgezeichnet. Nach der Verfilmung seines Drehbuchs "Rosengarten" mit Liv Ullmann, Peter Fonda und Maximilian Schell veröffentlichte er den gleichnamigen Roman. Im TV-Filmbereich zeichnet Paul Hengge, der am Max-Reinhardt-Seminar Regie studierte und u. a. auch Chefdramaturg und Regisseur am Salzburger Landestheater war, für preisgekrönte Drehbücher wie "Das Urteil" (ausgezeichnet u. a. mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Goldenen Löwen) oder zuletzt für "Der Verleger" verantwortlich.
Über die Dreharbeiten an seinem filmischen Regieerstling sagt Hengge:
"Das waren für mich glückliche Tage. Wunderbare Schauspieler haben mir geholfen und ein ganz außerordentliches Team, in dem alle, wie ich meine zu Recht, es auch als ihren Film angesehen habe. Ich möchte sagen, es waren glückliche Tage, die süchtig machen."

Herzig und Groth: "Ein Glücksfall!"

Für die Hauptdarsteller Eva Herzig und Sylvester Groth, die das Paar Eva und George spielen, war die Zusammenarbeit mit dem Filmregieneuling Paul Hengge ein erfreuliches Erlebnis: "Es war eine schöne, von allen Seiten sehr sorgfältig vorbereitete Produktion. Bereits ein Jahr vor Drehbeginn fanden mit Paul Hengge Gespräche über das Buch und die Rollen statt. Das war ein Glücksfall an Vorbereitungsmöglichkeit", schwärmt die Österreicherin, die sich im Film in einen aus der DDR stammenden Studenten verliebt. Filmpartner Groth, der selbst aus der ehemaligen DDR kommt, ist ebenso voll des Lobes: "Die Arbeit war sehr ruhig und konzentriert. Paul Hengge hat stets darauf geachtet, dass der Fokus der Arbeit am Set auf den Schauspielern liegt. Das Team hat das aufgegriffen und ich glaube, auch dadurch ist es ein zutiefst anrührender Film geworden", so Groth, der im ORF zuletzt als Profiler im Politthriller "BBA - Der Briefbomber" zu sehen war.
Die außergewöhnliche Story, die "Ein glücklicher Tag" erzählt, sieht Groth als "eine Liebesgeschichte, die uns allen irgendwie einmal im Leben passiert. Eine Liebe, die bewahrt wird und in Erinnerung bleibt. Die unerfüllte Liebe hat den größten Reiz und den größten Wert. Die beiden Protagonisten merken aber, sobald sie sich näher kommen, dass die Liebe nicht lebbar wird." Kollegin Eva Herzig dazu:
"Ja, beide verfolgen unterschiedliche Interessen. Es sind zwei unterschiedliche Lebensentwürfe, aber jeder der beiden hat seine Berechtigung."

Kurzinhalt des Films:

In Linz beginnt's: Als beim Brucknerfest des Jahres 1985 ausgerechnet die junge Österreicherin Eva (Eva Herzig) und der begabte Mathematikstudent George aus der DDR (Sylvester Groth) die letzte Karte für das Konzert am Tag der Klangwolke ergattern wollen, trifft sie Amors Pfeil mitten ins Herz. Doch die aufkeimende Liebe der beiden steht unter keinem guten Stern. Denn George, dessen Sondergenehmigung ausläuft, muss wieder nach Ostberlin zurück. Trotz Widerstands ihrer Tante Adele (Susi Nicoletti) gelingt es Eva, ihr Studium in Westberlin durchzusetzen, nur um George nahe zu sein. Als Ausländerin kann sie zwar so oft sie will nach Ostberlin fahren, aber bis Mitternacht muss sie die Hauptstadt der DDR wieder verlassen haben. Trotzdem erleben Eva und George in einer Schrebergartenhütte glückliche Tage. Ihre Liebe zerbricht auch nicht, als die gemeinsame Zukunft hoffnungslos erscheint, weil Eva eines Tages plötzlich die Einreise in die DDR verboten wird.
Als dann 1989 die Berliner Mauer fällt, scheint dem jungen Glück nichts mehr im Wege zu stehen. Doch die politische Wende bringt auch eine unerfreuliche Wendung in Evas und Georges Beziehung. George kehrt von einem Besuch in den USA nicht mehr nach Deutschland zurück.

Eines Tages, viele Jahre später, trifft das Liebespaar von einst zufällig in Berlin der Gegenwart wieder aufeinander.

"Ein glücklicher Tag" ist eine Produktion von Ziegler Film im Auftrag von NDR und ORF, hergestellt mit Unterstützung von nordmedia und Land Oberösterreich.

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