Schwarzböck zur Gentechnikfreiheit bei Futtermitteln: Verlangen Fakten und lehnen unseriöse Panikmache ab

Bäuerliche Interessenvertretung wird weitere Belastung für Produzenten verhindern

Wien (AIZ) - "Die Entscheidung darüber, ob in Zukunft auch beim AMA-Gütesiegelprogramm ausschließlich gentechnikfreie Futtermittel verwendet werden sollen, liegt einzig und allein bei der Landwirtschaft. Wir lassen uns daher nicht von einer Umweltschutzorganisation, die beim Thema Gentechnik in ihrer Argumentation auch vor Panikmache nicht zurückschreckt, unter Druck setzen", stellte heute der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck, fest. Abgesehen davon, dass in der Praxis eine garantiert gentechnikfreie Fütterung im AMA-Gütesiegelprogramm nicht binnen ein paar Monaten für die 9.000 Gütesiegelbetriebe umzusetzen sei, und damit jedenfalls bedeutende Mehrkosten verbunden wären, bestehe auch aus wissenschaftlicher Sicht dafür überhaupt keine Notwendigkeit.

Keine GVO-Spuren in Milch bei gentechnisch verändertem Futter

Die bäuerliche Interessenvertretung verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie von der Universität für Bodenkultur in Wien, die einmal mehr deutlich vor Augen führt, dass kein Zusammenhang zwischen der Verfütterung von GVO und dem Auffinden von GVO-Spuren in Milch besteht. "Auch durch wiederholt falsche und unbewiesene Behauptungen kann eine weltweit agierende Umweltschutzorganisation bestimmte Fakten nicht ändern, aber sehr wohl den österreichischen Produzenten qualitativ hochwertiger Lebensmittel schaden und Konsumenten verunsichern", betonte Schwarzböck.

Umweltaktivisten sollen auf wissenschaftlich fundierten Informationswert achten

Um die Diskussion über die Gentechnik und den Einsatz von GVO-freien Futtermitteln wieder auf eine seriöse Schiene zu bringen, wäre daher den Umweltaktivisten dringend zu empfehlen - bei allem Verständnis für werbewirksame "Sager" - künftig auch im eigenen Interesse auf einen wissenschaftlich fundierten Informationswert zu achten und auf reine Panikmache zu verzichten, sagte Schwarzböck. "Wenn Umweltaktivisten anprangern, dass die Konsumenten durch eine zu idyllische Werbung für Lebensmittel irregeführt würden, dann ist dies mehr als unseriös, denn die aktuelle Plakataktion der Umweltschutzorganisation vermittelt wiederum selbst den Eindruck, dass in Österreich bereits gentechnisch veränderte Kühe, Schweine oder Hühner herumlaufen. Doch auch wenn Landwirte Nebenprodukte aus möglicherweise GVO-verunreinigten Ausgangsstoffen wie etwa Sojaschrot verfüttern sollten, dann werden weder die Tiere noch deren Fleisch gentechnisch in irgendeiner Form verändert", stellte der PRÄKO-Vorsitzende klar.
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